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Lokales Kosten für Schulcampus Pieschen steigen dramatisch
Dresden Lokales Kosten für Schulcampus Pieschen steigen dramatisch
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07:41 17.01.2019
Auf den Dreieck entsteht der Schulcampus Pieschen an der Gehestraße in Dresden. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Hiobsbotschaft für die Stadtkasse: Der Bau des Schulcampus in Pieschen wird deutlich teurer als geplant. An der Gehestraße errichtet die städtische Tochter Stesad GmbH im Auftrag der Stadt ein Gebäude für ein fünfzügiges Gymnasium und eine fünfzügige Oberschule, in dem einmal 1900 Schüler lernen sollen. 75 Millionen Euro waren für den Neubau vorgesehen, 60 Prozent davon kommen als Fördermittel vom Freistaat Sachsen.

Honorarzahlung bereites eingestellt

Bereits jetzt sind Mehrkosten in Höhe von neun Millionen Euro angefallen, erklärte Stesad-Geschäftsführer Axel Walther gegenüber DNN. Für den weiteren Fortgang der Arbeiten schlägt die Stesad ein Risikobudget in Höhe von sieben Millionen Euro vor. Bereits vor Baubeginn hatte sich das Vorhaben wegen geänderter Schulbauvorschriften um zwei Millionen Euro verteuert. Insgesamt sind so Mehrkosten von mindestens 18 Millionen Euro zu erwarten.

Wird trotz Schlamperei pünktlich fertig: Der Schulcampus Pieschen Quelle: Anja Schneider

Laut Walther sind gravierende Mängel in Planung, Bauüberwachung und Bauausführung ein Grund für die Kostenexplosion. Die Stesad habe der aus drei Planungsbüros bestehenden Arbeitsgemeinschaft Ende Dezember gekündigt. Das städtische Unternehmen habe jegliche Honorarzahlungen eingestellt und prüfe Schadensersatzansprüche gegen die Arbeitsgemeinschaft. Die Stesad habe inzwischen leistungsfähige Planungsbüros gebunden und die Bauoberleitung selbst übernommen.

Walther hatte bereits vor einem Jahr auf einen Bauverzug von zwei bis drei Monaten verwiesen, der mit den Problemen im Baugrund und mit den Planern zusammenhänge.

Frohwieser: „Warum erst jetzt?“,

Die Bauabläufe seien so beschleunigt worden, dass eine Chance bestünde, den Schulbetrieb im August aufzunehmen, erklärte Walther jetzt. Der termingerechte Start ist wichtig, da der Schulcampus Pieschen als Auslagerungsstandort für das Gymnasium Klotzsche genutzt werden soll. In Klotzsche soll ein neues Hauptgebäude errichtet werden. Wenn die Schüler im Sommer nicht in ein anderes Gebäude umziehen können, ist der Start für den Neubau zum Scheitern verurteilt, der seit langer Zeit von den Eltern vehement gefordert wird.

Wie die Verwaltung die Mehrkosten finanziert, steht noch nicht fest. Zunächst soll Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) prüfen, welche Möglichkeiten er in seinem Etat dafür hat. Die Liquiditätsreserve in Höhe von 43,5 Millionen Euro soll zunächst nicht herangezogen werden.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat begrüßte, dass hier durch die Stesad nun endlich die Notbremse gezogen wurde. „Allerdings fragen wir, warum erst jetzt?“, erklärte Fraktionschefin Dana Frohwieser. Bei diesem Investitionsvolumen Dresdens im Schulbau „wäre es vielleicht doch besser, einen Bildungsbürgermeister zu wählen, der mehr von Controlling als von Bildung versteht.“ Auch wenn der Markt den Preis bestimme, „gibt es keine Grenzen eines verantwortungsbewussten Handelns der Stadt? Dieses Bauen um jeden Preis kostet gerade wieder drei, vier Schulen die Sanierungsperspektive, weil für sie das Geld dann fehlt“, so Frohwieser.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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