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Lokales Kompromiss macht Zusammenlegung der Buslinien 75 und 94 möglich
Dresden Lokales Kompromiss macht Zusammenlegung der Buslinien 75 und 94 möglich
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14:06 04.12.2018
Auf der neuen Buslinie 75 werden nach der Zusammenlegung wohl auch größere Busse zum Einsatz kommen.
Auf der neuen Buslinie 75 werden nach der Zusammenlegung wohl auch größere Busse zum Einsatz kommen. Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
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Dresden

Die Zusammenlegung der Buslinien 75 und 94 nimmt Formen an. Nachdem die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) auf der jüngsten Sitzung des Bauauschusses ein Konzept mit dichterem Fahrtakt vorgelegt haben, gab das Gremium grünes Licht. Entscheiden muss nun der Stadtrat.

Zuletzt hatte die vor allem in den Ortschaftsräten Cossebaude, Mobschatz und Oberwartha laut gewordene Kritik um den Fahrtakt die Zusammenlegung gebremst. Diese folgt einer simplen Logik: Nach der Verkehrsprognose 2030 verzeichnen 75 und 94 zunehmende Fahrgastzahlen. Beide Linien verkehren in Richtung Innenstadt, die 75 von Goppeln aus, die 94 von Niederwartha. Koppelt man beide Linien an ihrem Begegnungspunkt im Stadtzentrum, könnte eine neue Verbindung entstehen, die für zusätzliche Attraktivität sorgt.

Diese Pläne habe man ausdrücklich begrüßt, heißt es von der Dresdner CDU, die sich den jetzt vorgeschlagenen Kompromiss als Erfolg auf die Fahnen schreibt. „Jedoch sahen die Pläne der DVB zunächst keine verbesserten Taktzeiten insbesondere auf der Strecke von Niederwartha in die Innenstadt vor“, kritisiert Stadtrat Veit Böhm (CDU). Dabei wurden in den linkselbischen Ortschaften im Streckenverlauf der 94 Forderungen nach einem Zehn-Minuten-Takt an Werktagen und einem Viertelstundentakt an Sonnabenden auf der neuen Linie 75 laut. „Völlig berechtigt“, wie Stadtrat Böhm findet. „Wir müssen mehr dafür tun, dass sich die Menschen in unseren Ortschaften nicht vernachlässigt fühlen und das fängt bei der ÖPNV-Anbindung und insbesondere bei den Taktzeiten an.“

Im neuen Konzept schlagen die DVB vor, stufenweise einen Viertelstundentakt an Sonnabenden und bis spätestens 2020 einen Zehn-Minuten-Takt an Werktagen einzuführen. Damit beugen sich die Verkehrsbetriebe den Forderungen, obwohl die hauseigenen Prognosen über das Fahrgastaufkommen den dichteren Fahrtakt eigentlich nicht rechtfertigen. Gründe dafür, dass es bis zur Einführung des dichteren Takts noch etwas dauert hätten die Verkehrsbetriebe „sehr glaubhaft und nachvollziehbar dargelegt“, wie Stadtrat Böhm sagt.

So fehlen für eine Umsetzung bis zum Sommern 2019 Technik und Personal. Die Schulung zusätzlicher Fahrer und die Anschaffung neuer Busse sei vor 2020 nicht zu schaffen. Böhm ist optimistisch, dass mit der nun getroffenen Vereinbarung die Schaffung einer zukünftigen Premiumlinie möglich geworden ist. Diese meist mit einer 60er-Nummer versehenen Linien zeichnen sich durch einen durchgehenden Zehn-Minuten-Takt aus.

Von Uwe Hofmann

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