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Lokales So geht Köpping! Wochenkommentar zum Impfdesaster
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Kommentar zu Corona in Dresden: Petra Köpping und das Impfdesaster

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22:55 23.04.2021
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Quelle: Archiv/Hendrik Schmidt/dpa
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Dresden

Seit dieser Woche können sich Sachsen impfen lassen, die der Priorisierungsgruppe 3 angehören. Das sind Kosmetikerinnen, Friseure, Journalisten, Landtagsabgeordnete und viele mehr. So weit die gute Nachricht. Die schlechte ist: alle brauchen einen Impftermin und dafür brauchen sie Geduld und Frustrationsbereitschaft. Wer das Online-Impfportal des Freistaates aufrief, konnte bis zum frühen Donnerstagmorgen feststellen, dass die Gruppe 3 dort noch gar nicht vorgesehen war.

Eine weitere Panne des Gesundheitsministeriums, geführt (?) von Petra Köpping (SPD). Als der Fehler endlich behoben war, hieß es schnell sein und Glück haben bei der Köpping-Lotterie. Die meisten bekamen den Hinweis: „Aufgrund der vielen Anfragen befinden Sie sich aktuell in der Warteschlange. (...) Wir bitten um ein paar Minuten Geduld.“ Wer es dann doch bis zur Registratur schaffte, musste mit folgender Mitteilung rechnen: Fehler. Die Verbindung zum Server ist (...) gestört.“

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Mittlerweile sind statt „einiger Minuten“ einige Tage Geduld gefragt. Der Impfstoff ist fürs erste vergeben. Dass es zu wenig davon gibt, hat einzig und allein Berlin verbockt. Köpping verantwortet, dass tausende Sachsen sich auf der Suche nach einem Termin die Finger wund wählen oder klicken müssen. So kommt zum allgemeinen Coronafrust der Impffrust.

Es ist das erste Mal in ihrer Zeit als Ministerin, dass Köpping liefern muss. Als Gleichstellungsministerin konnte sie wunderbar herumschwadronieren, ihr süssliches Parfum des Mitleids versprühen und die verletzten Seelen der zu kurz Gekommenen (oder Gesprungenen) streicheln. Sie galt als Hoffnungsträgerin der Sozialdemokraten und kandidierte sogar für den Bundesvorsitz. Leider vergeblich, muss man aus heutiger Sicht sagen. Denn in der Krise zeigt sich, was sie wirklich drauf hat.

In anderen Bundesländern funktioniert die Vergabe tadellos, selbst in Berlin! Köppings Versagen manifestiert sich allein schon darin, dass sie die Impfkampagne erst im Dezember anfing vorzubereiten, als der erste Impfstoff schon fast genehmigt war. Quasi zwei Minuten vor der Angst. Und dann wurde mit heißer Nadel gestrickt. So geht Köpping!

Die Frage ist nur: wann geht Köpping?

Ein schönes Wochenende

Ihr Dirk Birgel

Von Dirk Birgel