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Lokales Körnerweg in Dresden mit Asphalt? Das wird aus den Sanierungsplänen
Dresden Lokales Körnerweg in Dresden mit Asphalt? Das wird aus den Sanierungsplänen
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18:34 08.01.2020
Den Körnerweg zu befahren, ist für Radfahrer eine schmerzhafte Angelegenheit. Das soll sich nun ändern. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Gäbe es einen Wettbewerb unter Radfahrern, wo Dresdens schlimmstes Pflaster liegt, wäre der Körnerweg in Loschwitz ein sicherer Kandidat für den ersten Platz. Seit Jahren müht sich die Stadt, diesen im Wortsinne erschütternden Teil des Elberadwegs so zu sanieren, dass Denkmalschützer und Radfahrer damit zufrieden sind – ein teures und langwieriges Vorhaben.

Entsprechend ließ der Plan aufhorchen, die 600 Meter Körnerweg, die noch im schlimmen Zustand sind, übergangsweise zu asphaltieren. Eigentlich sollte das bis Ende vergangenen Jahres erledigt sein. Jetzt gibt es einen neuen Termin.

„Wir hätten die Arbeiten gern bis Ende 2019 ausführen lassen“, sagt Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Immerhin hat er auch eine Baufirma gefunden, was in diesen Tagen für derartige Vorhaben gar nicht so einfach ist. Aber das beauftragte Unternehmen war derart ausgelastet, dass es im vergangenen Jahr nichts mehr mit der Asphaltbahn wurde. Der mit der Firma geschlossene Vertrag schreibt jedoch vor, dass spätestens Ende März – und damit noch bevor viele Saisonradler und Fahrradtouristen das erste Mal zum Fahrradlenker greifen – der Körnerweg asphaltiert sein soll.

Auch am Loschwitzer Hafen wird gebaut

Der Baubeginn setzt allerdings wärmere Temperaturen voraus als sie derzeit im Elbtal herrschen. Verkehrsbürgermeister Schmidt-Lamontain rechnet mit etwa zwei Wochen Bauzeit. Die Arbeiter werden dabei vom Ende des bereits sanierten Körnerwegs auf Höhe des Heilstättenwegs bis zum Loschwitzer Hafen kleinere Ausbesserungen am Pflaster vornehmen, ein Trennvlies auflegen und dann die Asphaltdecke aufbringen.

Diese bleibt so lange liegen, bis die denkmalgerechten Sanierungsarbeiten weitergehen. Die Kosten für das radverkehrsfreundliche Provisorium betragen 55.000 Euro. Radfahrer müssen in der Bauzeit über den Elberadweg auf Altstädter Seite fahren, zu dem sie über Waldschlößchenbrücke und Blaues Wunder gelangen.

Instandsetzung geplatzt

Mit der Loschwitzer Brücke hängt auch die Idee eines asphaltierten Körnerwegs zusammen. Eigentlich hatte Verkehrsbürgermeister Schmidt-Lamontain die zügige Instandsetzung des Wahrzeichens geplant, was wegen ausbleibender, aber fest einkalkulierter Fördermittel vom Freistaat geplatzt ist.

Im vergangenen Jahr wurde deshalb auf komplett städtische Kosten die Gehbahn auf der Unterstromseite saniert. In diesem gibt es eine Baupause, die vielleicht auch länger dauert. „Nachdem die neue Staatsregierung jetzt im Amt ist, werden wir um ein Gespräch über Fördermöglichkeiten bitten“, sagt der Verkehrsbürgermeister. Allein könne die Stadt die Brückensanierung in keinem Fall bezahlen.

Körnerweg könnte bis zum Frühjahr 2022 fertig sein

In den nächsten Schritten geht es auf dem Blauen Wunder ums Ganze. Dann wird das teils kaputte Stahlfachwerk erneuert und anschließen ein neues Blau aufgetragen, das dem originalen Farbauftrag nachempfunden ist.

Lesen Sie auch: So blau wird das Blaue Wunder in Dresden nach der Sanierung

Weil das mit Verkehrseinschränkungen auf der Brücke verbunden ist, sollte der asphaltierte Körnerweg Radfahrern eine Entlastung bieten: Über ihn gelangen sie am schnellsten zur nächsten Elbquerung, der Waldschlößchenbrücke.

Der sanierte Teil des Körnerwegs ist für Bauarbeiten derzeit unter einer schützenden Asphaltschicht verdeckt. Quelle: Anja Schneider

Nun scheint Verkehrsbürgermeister Körnerweg und Blaues Wunder jedoch wieder getrennt voneinander zu betrachten. So ist voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 die Instandsetzung einer Stützmauer am Loschwitzer Hafen geplant. Dort wird dann auch gleich neues Sandsteinpflaster auf der Holperpiste verlegt. Im Anschluss daran soll auch auf dem übrigen Körnerweg neues Pflaster eingebracht werden und die Asphaltbahn wieder verschwinden – auch wenn die CDU zwischenzeitlich gefordert hat, den asphaltierten Körnerweg einfach so zu lassen. 2,8 Millionen Euro soll das insgesamt kosten.

Diese Arbeiten reichen nach derzeitiger Planung bis in das Frühjahr 2022 hinein. Zu dieser Zeit soll auch auf dem Blauen Wunder die Sanierung laufen – vorausgesetzt, dass Stadt und Freistaat sich über eine Finanzierung der Arbeiten einig werden. Das macht die geplante Umleitung jedoch schwierig. Radfahrer sollen über das Blaue Wunder und den Altstädter Elberadweg fahren.

Auf der Loschwitzer Brücke wird wegen der Arbeiten eine von drei Fahrspuren fehlen, was die ohnehin nicht einfache Lage für Radfahrer auf der Brücke noch verschärft. Immerhin soll es am Körnerweg vereinzelt kleinere Umleitungen geben, wenn das möglich ist, verspricht Verkehrsbürgermeister Schmidt-Lamontain.

Neues Sandsteinpflaster schon wieder in Kritik

So ganz ausgegoren sind diese Pläne wegen einiger Unwägbarkeiten jedoch noch nicht. Dazu gehört auch das neue Sandsteinpflaster, mit dem die Stadt den Körnerweg befahrbar machen will. Es ist der dritte Versuch, den richtigen Baustoff zu finden, die Vorgänger haben sich im Test als zu glatt und zu holprig herausgestellt. Doch auch an der Sonderanfertigung „gekrönelter“ Sandstein, die ein Mittelding aus rau und glatt darstellt, gibt es Zweifel. Das vor allem wegen einiger Ausbrüche, die sich im ersten, etwa 150 Meter langen Abschnitt gebildet haben. Dabei hat die Sanierung dort vor zwei Jahren 430 000 Euro gekostet, davon allein 270 000 Euro für das Material.

Verkehrsbürgermeister Schmidt Lamontain hält das Krönchenpflaster dennoch für geeignet. Er sagt aber auch: „Die Dauerhaftigkeit wird sich in zwei weiteren Nutzungsperioden unter Beweis stellen müssen.“ Bedeutet: 2020 und 2021 wollen sich die Fachleute noch ansehen, wie sich das neue Pflaster macht. Je nach Ergebnis könne es sein, dass dann neue Anforderungen ans Material oder eine andere Verlegevariante diskutiert werden muss, sagt der Verkehrsbürgermeister. Dass es bei Sandsteinpflaster Fehlstellen „im begrenzten Umfang“ gebe, sei jedoch so oder so nicht vermeidbar.

Von Uwe Hofmann

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