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Lokales Knapp: Dresden hält Stickoxid-Grenzwert ein
Dresden Lokales Knapp: Dresden hält Stickoxid-Grenzwert ein
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15:24 31.01.2019
Dicke Luft an der Bergstraße: Trotz Blitzer sank der Stickoxid-Wert nicht. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Das war haarscharf: Exakt 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) je Kubikmeter Luft hat die Messstation an der Dresdner Bergstraße im Jahresmittel 2018 ermittelt. Damit gelingt es der Stadt gerade so, den EU-Grenzwert einzuhalten. Dieser liegt bei just 40 Mikrogramm. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) am Donnerstag veröffentlichte.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Luft an der Bergstraße nicht verbessert: Von 49 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter Luft im Jahr 2015 sank der Wert auf 40 Mikrogramm in den Jahren 2017 und 2018.

An den anderen beiden Dresdner Messstationen bewegen sich die Werte ebenfalls etwa auf dem gleichen Niveau wie 2017: In Dresden-Nord sank die Stickstoffdioxid-Belastung von 30 auf 29 Mikrogramm, an der Winckelmannstraße in der Südvorstadt stieg sie von 18 auf 19 Mikrogramm an.

Grund: Ausfallstraße am Berg

Dass der Messwert ausgerechnet an der Bergstraße so hoch ist, ist nicht verwunderlich: Stickstoffdioxid in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen. Auch die Fahrgeschwindigkeit und die Steigung spielen eine Rolle. Schon, wenn ein Auto zehn Kilometer pro Stunde schneller fährt, steigt der Stickoxid-Ausstoß massiv an. Das ergab eine Studie von TU Dresden, Landesumweltamt und Stadtverwaltung. Und wenn es dazu noch steil bergauf geht wie an der Ausfallstraße in Richtung Kleinpestitz, Bannewitz und A 17, sind hohe Werte programmiert.

Die Stadt versuchte, dieses Problem mit einem zusätzlichen Blitzer in den Griff zu bekommen. Im Februar 2018 ging die Anlage in Betrieb und mauserte sich schnell zur bestbeschäftigten Radarfalle der Stadt.

Deutschland: Belastung sinkt leicht

Deutschlandweit ist die Stickstoffdioxidbelastung leicht zurückgegangen. Im Schnitt sind die Werte um rund zwei Mikrogramm zurückgegangen. An rund 39 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert überschritten – 2017 waren es noch 45 Prozent gewesen.

Die höchste Belastung wurde in Stuttgart mit 71 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft und in München mit 66 Mikrogramm verzeichnet. Die Stadt Leipzig, die im Vorjahr noch im „grünen Bereich“ lag, überschritt nun den Grenzwert und landete bei 42 Mikrogramm. An der Leipziger Straße in Chemnitz, einer großen Ausfallstraße, wurden 35 Mikrogramm gemessen.

Allerdings müssen noch die Daten von 132 Stationen ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden laut UBA voraussichtlich im Mai 2019 vorliegen. Erst dann könne eine vollständige Aussage getroffen werden, wie es um die Luft in Deutschland bestellt sei.

Von ttr

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