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Lokales Klotzsche erhält bis 2024 neue Schwimmhalle
Dresden Lokales Klotzsche erhält bis 2024 neue Schwimmhalle
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07:34 26.06.2018
Für die 1935 errichtete Sporthalle Klotzsche muss ein Ersatzbau her.. Quelle: Bäder GmbH
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Dresden

Umdenken bei der Bäder GmbH Dresden: Der Ersatz für die marode Schwimmhalle Klotzsche soll nun doch in dem Ortsteil entstehen und nicht wie zunächst geplant weiter südlich in Pieschen. Das erklärte Finanz- und Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) am Montagabend auf der Sondersitzung des Ortsbeirates Klotzsche.

Drei Grundstücke kommen in Frage

„Das ist seit langem die beste Botschaft, die ich von der Bäder GmbH gehört habe“, erklärte Ortsbeirat Steffen Apel (Die Linke), und auch Heinz Geißler (Die Linke) äußerte sich zufrieden: „Ich bin froh, dass die Querelen vom Tisch sind.“

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Lames stellte drei Grundstücke vor, die als Standort für die neue Schwimmhalle in der engeren Wahl sind: Eines direkt am Flughafen an der Hermann-Reichelt-Straße, das Gelände des ehemaligen Gas- und Wasserwerkes auf der Königsbrücker Straße und ein Privatgrundstück auf der Langebrücker Straße. Für die ersten beiden Grundstücke gebe es positive Antworten auf die Bauvoranfragen. Hier könnte ohne größere Hürden Baurecht nach Paragraf 34 hergestellt werden, so Lames.

Beide Grundstücke würden sich mit dem Airport sowie den Energieversorgern Drewag und Enso in öffentlicher Hand befinden. Die Verkehrsanbindung sei in beiden Fällen gut. Das sah die Mehrheit des Ortsbeirats anders und votierte wegen der Straßenbahnanbindung für die Königsbrücker Landstraße.

Wasserfläche verdoppelt sich

Laut Matthias Waurick, Geschäftsführer der Bäder GmbH, sollen sechs 25-Meter-Bahnen, ein Lehrschwimmbecken und ein Reha-Becken entstehen. Die Wasserfläche von derzeit 312 Quadratmetern werde sich auf 750 Quadratmeter mehr als verdoppeln. Die Kosten der neuen Schwimmhalle würden erst nach Vorliegen der Ausführungsplanung in anderthalb bis zwei Jahren feststehen, so Waurick. Ende 2023, Anfang 2024 könnte der Neubau übergeben werden.

Für den 1935 errichteten Altbau gibt es noch keine neue Verwendung, so Lames. Die Kubatur müsse wegen des Denkmalschutzes erhalten bleiben. „Eine sportliche Nutzung wird es sicher nicht“, erklärte der Bürgermeister. Für die an der alten Schwimmhalle befindliche Turnhalle soll es keinen Ersatzbau geben. Das Schulverwaltungsamt benötige die Sporthalle an der Alexander-Herzen-Straße nicht mehr, die so ganztägig für den Vereinssport genutzt werden könne, erklärte der Sportbürgermeister. Auch der Sportplatz an der Schwimmhalle werde wegfallen. Er soll durch die Reaktivierung der Anlage Neuländer Straße ersetzt werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig