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Lokales TU-Studenten wollen Dresdens größten Hörsaal eine Woche lang bestreiken
Dresden Lokales TU-Studenten wollen Dresdens größten Hörsaal eine Woche lang bestreiken
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17:23 22.11.2019
Wird das Audimax im Hörsaalzentrum ab Montag bestreikt? Das plant eine Gruppe von Universitätsangehörigen. Quelle: Uwe Hofmann
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Dresden
Mit diesen Plakaten ruft die Gruppe zum Streik auf. Quelle: Uwe Hofmann

Das Audimax im Hörsaalzentrum der Technischen Universität (TU) Dresden soll ab Montag für eine Woche bestreikt werden. Das plant eine Gruppe von Studenten und Universitätsmitarbeitern, die sich unter der Bezeichnung „hszfuersklima“ zusammengefunden hat. Sie wollen eine Woche lang ein Streikcafé mit offenem Programm in Dresdens größtem Hörsaal einrichten und damit auf Themen wie Klimagerechtigkeit, Umweltschutz und andere gesellschaftliche Themen aufmerksam machen, sagen die Initiatoren. Anlass ist die Klimawoche ab Montag, die am Freitag in einem weltweiten „Global Climate Strike“ gipfelt, zu dem die Bewegung Fridays for Future zum vierten Mal aufruft.

Die Universitätsleitung zeigt sich von den Streikplänen wenig begeistert. 22 Lehrveranstaltungen müssten ausfallen, sagt Hans Georg Krauthäuser, Prorektor für Bildung und Internationales. Etwa die Hälfte davon von der Fakultät für Maschinenwesen. „Viele davon sind Vorlesungen für Erstsemester, die wir nicht ausfallen lassen können“, sagt Studiendekan Stefan Odenbach. Hinzu kämen noch andere Veranstaltungen, etwa eine Chorprobe. Die nächste Woche geplanten Universitätswahlen, die traditionell unter einer geringen Wahlbeteiligung leiden, wollen die Streikenden ausdrücklich nicht stören, sagt Malte Clausen von der Gruppe „hszfuersklima“.

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Man unterstütze grundsätzlich das Ansinnen der Gruppe, sagt Prorektor Krauthäuser. „Aber um Aufmerksamkeit zu gewinnen, muss man keine Lehrveranstaltung stören.“ Diesem Gedanken folgt ein Angebot der Universitätsleitung, die sich nach Auftauchen eines offenen Briefes seit Mitte November mit der basisdemokratisch organisierten Streikgruppe in Diskussion befindet. Seit Donnerstag hat diese den Vorschlag auf dem Tisch, das Streikcafé im Foyer des Potthoffbaus und weitere Veranstaltungen davor auf der Wiese am Fritz-Foerster-Platz stattfinden zu lassen. Ein Ort, an dem der Streik sichtbar wäre, wo er aber keine Lehrveranstaltungen stört. Die Streikgruppe will in einem Plenum am Freitagabend entscheiden, ob sie das Angebot annimmt.

Als Alternativort schlägt die Unileitung das Foyer und den Vorplatz des Potthoffbaus am Fritz-Foerster-Platz vor. Quelle: Uwe Hofmann

Die Gruppe ist vor allem mit den Bemühungen der TU um Klimaschutz unzufrieden. Zwar gebe es eine Mensa für Vegetarier, aber jede Mensa sollte künftig täglich ein veganes Gericht auf dem Menü haben, fordert etwa Sabine Löschner. Außerdem solle der Campus autofrei und auf den Grünflächen insektenfreundlich werden, der Strom zu 100 Prozent aus ökologischen Quellen kommen.

Die TU verweist auf Anfrage nicht nur auf die Unterstützung der Klimawoche, zu der Dozenten aufgefordert sind, Klimaschutz zu thematisieren, sondern auch auf umfangreiche eigene Aktivitäten. So sei es seit 2014 gelungen, den universitären Kohlendioxidausstoß um etwa ein Viertel auf 28­.000 Tonnen zu reduzieren.

Von Uwe Hofmann

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