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Lokales Aktivisten besetzen Hörsaal der TU Dresden
Dresden Lokales Aktivisten besetzen Hörsaal der TU Dresden
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14:01 26.11.2019
Bis Freitag wollen die Protestler von „HSZfürsKlima“ das Audimax besetzten. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Nach und nach finden sich Klimademonstranten der Studierendengruppe „HSZfürsKlima“ auf dem Vorplatz des Hörsaalgebäudes ein. „Auf geht’s, ab geht’s, HSZ besetzten“, singen ihre Trommler – und fassen damit das erklärte Ziel der Gruppe zusammen: Für eine Woche wollen sie das Audimax der Technischen Universität (TU) Dresden bestreiken.

Während sich einige der Protestierenden noch zu den rhythmischen Klängen der Trommelgruppe warmtanzen, hissen andere Transparente und Banner. Mit Isomatten, Schlafsäcken und verschieden Sitzgelegenheiten ziehen sie im Anschluss in den größten Hörsaal der TU, um dort ihr Streikcafé einzurichten. Müssen sie sich die Räumlichkeiten anfangs noch mit Besuchern der Vorlesung „Konstruktionslehre“ teilen, entscheidet die universitäre Leitung bald drauf, die Teilnehmer gewähren zu lassen.

„Gegen den Willen von mehreren 100 Studierenden und gegen den Willen des Rektorats hält die Gruppe den größten Hörsaal der TU Dresden, das Audimax, besetzt“, sagt Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden. Dass die Leitung der Universität die Protestierenden gewähren lässt, ist alles andere als selbstverständlich. Seit Donnerstag haben diese nämlich den Vorschlag auf dem Tisch, ihre Aktionen im Foyer des Potthoffbaus und weitere Veranstaltungen davor auf der Wiese am Fritz-Foerster-Platz stattfinden zu lassen. Dieses Angebot hatte „HSZfürsKlima“ allerdings bereits am Sonnabend in einem offenen Brief an das Rektorat ausgeschlagen. „Wenn wir das Thema Klimagerechtigkeit zentral verhandeln wollen, brauchen wir einen zentralen, symbolhaltigen Raum wie das Audimax“, sagt Max, einer der Demonstranten.

Nur mittels Räumung hätte die Unileitung die Aktion der Studierenden beenden können. Beamte der Polizei waren dafür bereits vor Ort, das Hausrecht ebenfalls ausgesprochen. Doch: „Die TU Dresden handelt im Interesse ihrer Studierenden und verzichtet bis auf weiteres auf die Durchsetzung des Hausrechts mit Polizeigewalt“, sagt Müller-Steinhagen. Die Uni bedaure zutiefst, dass durch die Aktion alle weiteren Vorlesungen im Audimax ersatzlos entfallen würden, für die jetzt nicht kurzfristig ein Ausweichort gefunden werden könne. Dazu Torsten Herbst, der sächsische FDP-Bundestagsabgeordneter: „Es war unglaublich blauäugig von der TU Dresden, mit einer Art Unterwerfungsgeste die ‚Aktivisten‘ beschwichtigen zu wollen. Falls das überhaupt der Gedanke war. Denn es drängt sich der Eindruck auf, als hätte das Rektorat überhaupt kein echtes Interesse gehabt, die Besetzung zu verhindern.“

Am Montag startete die Gruppe „HSZfürsKlima“ ihre Besetzung des Audimax. Im Vorfeld lehnten die Aktivisten ein Angebot vom Rektorat der TU Dresden ab. Bis Freitag wollen die Aktivisten die Räume für ihr Streikcafé nutzen.

Anlass der Aktion ist die Klimawoche, bei der auch die Uni bis Freitag mit verschiedenen Aktionen Umwelt- und Klimaschutz thematisieren will. Doch das geht „HSZfürsKlima“ anscheinend nicht weit genug: „Gerade an der Uni als Ort der Wissenschaft sollte bekannt sein, wie groß das Ausmaß der ökologischen Krise ist und wie dringend der Handlungsbedarf“, sagt Max. „Weil aber die vielfältigen Proteste des vergangenen Jahres bisher wenig bewirkt haben, sehen wir zivilen Ungehorsam als legitimes Mittel an, um der Dringlichkeit stärkeren Ausdruck zu verleihen.“

Von Felix Franke

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