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Klimacamp in Dresden: Fridays For Future droht Versammlungsbehörde mit Klage

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17:48 26.08.2020
Mit ihrem Klimacamp will Fridays For Future einen Ort des Austauschs und der Vernetzung bieten. (Symbolbild) Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
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Dresden

Zwischen Dresdner Klimaaktivisten und der Versammlungsbehörde ist ein Streit entbrannt. Dabei geht es um ein sogenanntes Klimacamp, das verschiedene Initiativen aus Dresden, darunter auch Fridays For Future (FFF), neben der Kreuzkirche, nahe des Rathauses errichtet haben. Startschuss war Dienstag. Die Aktion sei offiziell angemeldet gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung von FFF.

Camp ohne Übernachtung kaum möglich

„Doch die Auflagen der Dresdner Versammlungsbehörde machen ein Klimacamp so gut wie unmöglich“, erklären die Aktivisten. Die Stadt habe das Nächtigen vor Ort untersagt sowie jegliche Gegenstände zum Campen wie Tische, Sitzgelegenheiten und Zelte verboten. Ohne die Möglichkeit zur Übernachtung sei es kaum machbar, das Klimacamp fortzusetzen, sagt Leo Förster von FFF. Die Aktivisten müssten ihre Infostände jeden Tag aufs Neue auf- und abbauen.

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Erste Zugeständnisse der Stadt

Nach ersten Gesprächen mit der Stadt habe die Versammlungsbehörde dem Camp das Aufstellen eines nach allen Seiten offenen Pavillons mit bis zu fünf Sitzgelegenheiten gestattet. Mit dem Camp wollen die Klimaschützer einen öffentlichen Ort des Austauschs und der Vernetzung schaffen. Sie wollen so lange wie möglich kampieren, erklärt Leo Förster weiter, mindestens aber bis zum globalen Klimastreik am 25. September.

Klage als letzte Lösung

Da ihnen der gestattete Pavillon nicht genügt, laufen die Gespräche mit der Versammlungsbehörde aktuell weiter. Als letzte Lösung streben die Klimaaktivisten eine Klage im Eilverfahren gegen die Auflagen an.

Von lc