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Lokales Klima-Freitag: 14.000 demonstrieren in Dresden
Dresden Lokales Klima-Freitag: 14.000 demonstrieren in Dresden
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19:40 20.09.2019
Globaler Klimastreik in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“: In Dresden haben sich am Freitagmittag zur symbolischen Uhrzeit 11:55 Uhr mehrere tausend Menschen am Hauptbahnhof versammelt, um sich an dem globalen Klimastreik von Fridays for Future unter dem Motto #AlleFürsKlima zu beteiligen. Ebenso viele starteten um 13 Uhr am Alaunplatz. Am Straßburger Platz vereinigten sich die beiden Demonstrationszüge und zogen zur Abschlusskundgebung auf den Theaterplatz.

Der Veranstalter schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 14 000. Beim Zwischenstopp am Neumarkt passten nicht alle Teilnehmer auf den Platz, weswegen der Menschenzug weiterlief. Die Polizei, die mit etwa 100 Beamten im Einsatz war, bestätigte einen friedlichen, störungsfreien Verlauf.

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„Klimakrise größte Gefahr unserer Zeit“

Gegen 13 Uhr setzte sich auch die Menschenmenge am Hauptbahnhof mit kreativ gestalteten Plakaten und Bannern über Wiener Straße und Gellertstraße in Bewegung. „Bäume tun mehr für’s Klima als ihr!“, SUVs zu Kuchenblechen!“, „Die Ü30-Party ist vorbei“, „Wär’ die Erde eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet“ war unter anderem zu lesen.

Marlon Araque, Schüler und Mitorganisator erklärte: „Die Klimakrise ist die größte Gefahr unserer Zeit. Das Erreichen des 1,5 Grad-Ziels ist zwingend notwendig für die Sicherung unserer Zukunft und die zukünftiger Generationen. Die Beteiligung so vieler erwachsener Demonstrant*innen ist ein starkes Zeichen und zeigt, welche Bedeutung dem Problem mittlerweile von wachsenden Teilen der Gesellschaft beigemessen wird. Angesichts der mageren Ergebnisse, die das Klimakabinett heute präsentiert hat, sehen wir uns auch weiterhin gezwungen zu streiken - solange bis die Politik wirklich Klimaschutz betreibt. Momentan fehlt dazu leider weiterhin der Wille.“

Erwachsene folgen dem Aufruf

Dem generationsübergreifenden Aufruf waren an diesem Freitag viele Erwachsene gefolgt: Großeltern und Eltern, Wissenschaftler, Azubis, Studenten und Gewerkschaftler unterstützten den großangelegten Schülerprotest. Auf der Prager Straße blieb die Filiale der Kosmetik-Firma „Lush“ am Freitag aufgrund des Klimanotstands geschlossen, so teilte es den Kunden ein Schild im Schaufenster mit.

Fridays for Future hatte aus Anlass der UN-Klimakonferenz in New York und einer Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung zu den Protesten aufgerufen. Die Demonstranten fordern zu konkreten verbindlichen Schritten vonseiten der Politik auf. Die Protestbewegung fordert unter anderem, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase auf null zu senken und den Kohleausstieg bis 2030 zu vollziehen.

Tausende Dresdner haben sich am Freitag am globalen Klimastreik von Fridays for Future beteiligt. Dabei waren nicht nur Schüler, sondern auch viele ältere Menschen.

Es ist der dritte weltweite Aktionstag der Bewegung, in Deutschland beteiligen sich 600 Städte. Die größte Demonstration mit geschätzten 80.000 Beteiligten findet in Berlin statt.

Informationen zu Verkehrseinschränkungen

Während der beiden Kundgebungen kam es bis in die Nachmittagsstunden zu Einschränkungen im Verkehr:

Von DNN