Kindervilla-Chef in Dresden wegen Millionenbetrugs verurteilt
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Lokales Kindervilla-Chef in Dresden wegen Millionenbetrugs verurteilt
Dresden Lokales Kindervilla-Chef in Dresden wegen Millionenbetrugs verurteilt
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11:00 29.03.2020
Auch in den Gerichten sind die Auswirkungen von Corona zu spüren.
Auch in den Gerichten sind die Auswirkungen von Corona zu spüren. Quelle: dpa/Volker Hartmann
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Dresden

Auch in den Gerichten sind die Auswirkungen von Corona zu spüren. Viele Verhandlungen sind abgesagt, auf den Gängen herrscht deutlich weniger Publikumsverkehr. Viele bleiben zu Hause. Dies war am Freitag Anlass für einige Verteidiger wegen der fehlenden Öffentlichkeit Verfahrensaussetzungen zu beantragen.

Der Öffentlichkeitsgrundsatz sei wegen der derzeitigen Allgemeinverfügung nicht gegeben, begründeten die Anwälte ihre Anträge. Die Kammern wiesen dies zurück. Es sei jeden Bürger möglich, Verhandlungen zu besuchen, ein Besuchsverbot gebe es nicht, hieß es zur Begründung. Auch wenn dies in der Allgemeinverfügung des Ministeriums nicht extra erwähnt sei.

Deutschlandweit agiert

Und so wurde auch im Fall Stephan Michalke ein Urteil gesprochen und der 58-Jährige wegen Betruges zu einem Jahr und zehn Monaten verurteilt – ausgesetzt zur Bewährung. Der Angeklagte hatte zwischen 2004 und 2007 mit seiner Kindervilla Franchise GmbH Banken und Franchise-Nehmer um rund eine Million Euro geprellt.

Er bot deutschlandweit Pädagogen, die sich selbstständig machen wollten, die schlüsselfertige Übergabe einer „Kindervilla“ an und vermittelte ihnen auch Existenzgründerdarlehen. Seine Franchise-Zentrale kassierte das Geld, gebaut wurde nicht. Dank der langen Verfahrensdauer kam Michalke mit Bewährung davon.

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Von ml