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Lokales Kinderuni Dresden: Was erzählen uns Bäume?
Dresden Lokales Kinderuni Dresden: Was erzählen uns Bäume?
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12:12 31.10.2019
Die Grundlage für Dr. Solvejg Nitzke bilden Bücher. Hier zeigt Sie den Kindern einige ihrer Exemplare. Von alt bis neu ist alles an Geschichten dabei. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Viele von ihnen sind uralt und begleiten uns seit tausenden von Jahren. Dennoch wissen wir wenig darüber, was sie alles erlebten. Denn bekanntlich können Bäume nicht reden, oder etwa doch? Dieser Frage widmete sich die Literaturwissenschaftlerin Dr. Solvejg Nitzke im Rahmen ihrer Vorlesung der Kinderuniversität Dresden.

Nitzke studierte Germanistik und Komparatistik an der Ruhr-Universität in Bochum und der Växjö Universitet in Schweden. Überraschend ist daher ihr Verhältnis zu Bäumen. „Ich bin eine seltsame Baumforscherin, weil ich weder Blätter sammle noch Zellen mikroskopiere. Eigentlich muss ich gar nicht so viel über Bäume wissen“, erklärt sie den Kindern.

Vollen Körpereinsatz zeigten die Kinder während der Vorlesung. Quelle: Anja Schneider

Sie untersucht die gigantischen, luftproduzierenden Riesen in Geschichten. Bei Nitzkes Arbeit ist es keineswegs notwendig, dass die Bäume aussehen wie jene, die in der Natur stehen. Es reicht der Literaturforscherin, wenn sie liest: „Das ist ein Baum“. Ob dieser nun Beine oder Arme hat, ist nebensächlich. Sie interessiert sich, in welcher Beziehung die Bäume zum Menschen stehen. Daraus leitet sie ab, welche Bedeutung die Giganten für die damalige wie auch heutige Bevölkerung haben. Daphne, die peitschende Weide aus Harry Potter, oder Baucis und Philemon sind beispielhafte Geschichten dafür, was Bäume uns in der Literatur erzählen.

Nachrichten per Pilzfäden

Und obwohl nur die Bäume in Geschichten sprechen, kommunizieren die grünen Riesen auch in unserer Realität. „Die Wurzeln eines Baumes sind die Leitzentrale, um mit anderen in Kontakt zu treten. Sie verschicken Nachrichten über die Pilzfäden – auch „wood wide web“ genannt. Sie warnen sich dabei gegenseitig vor Schädlingen, Trockenheit oder Krankheiten“, sagt Dr. Solvejg Nitzke.

Damit auch Menschen von dieser außergewöhnlichen Unterhaltung etwas verstehen, übersetzt die Dendrologin Susan Seamark die Gespräche der Bäume. Dabei schaut die Baumforscherin auf ausgetauschte Chemikalien, die Länge der Wurzeln oder unterschiedliche Nährstoffe im Boden. Da ihre wissenschaftlichen Arbeiten jedoch für Laien schwer verständlich sind, gibt sie den Kindern abschließend noch einen Tipp, damit jeder Bäume zum sprechen bringen kann: „Jeder von uns kann einen Baum sprechen hören, nämlich genau dann, wenn wir seine Geschichte erzählen. Zum Beispiel mit der Splittereiche im Großen Garten.“

Von Alina Dziallas

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