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Lokales Kinderkrippe in Dresden-Leuben feierlich eröffnet
Dresden Lokales Kinderkrippe in Dresden-Leuben feierlich eröffnet
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13:03 23.03.2019
Großes Fest für die ganz Kleinen: Seit Ende Januar nutzen die Kinder die neue Krippe, am Freitag feierten sie das ordentlich. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Kinder der ehemaligen Kinderkrippe „Dreikäsehoch“ in Leuben und ihre Erzieherinnen können sich freuen: Die Stadt Dresden hat ihnen ein neues Gebäude spendiert. Die neue Kinderkrippe “Leubener Kleine Welle“ steht auf dem Nachbargrundstück des Bestandsbaus, Mockethaler Straße 1. Dort befand sich früher einmal der Hort der 73. und 78. Grundschule. Da die Schule jetzt aber keine Grundschule mehr ist, war eine Hortbetreuung nicht mehr notwendig. So wurde das Grundstück von der Stadt für einen Neubau der Kinderkrippe genutzt.

Alte Kita seit 1972 in Benutzung

Der Spatenstich für das neue Gebäude war im April 2017. Nach einer Bauzeit von fast zwei Jahren und Investitionen von 3,76 Millionen Euro der Landeshauptstadt konnten Kinder und Mitarbeiter im Januar diesen Jahres umziehen. Rund 2,6 Millionen Euro wurden durch das Bundesprogramm „Brücken in die Zukunft“ finanziert. „Wir hatten Glück, dass wir in den Fördergeldtopf vom Bund gerutscht sind“, sagt Margit Hockauf, ständige Vertreterin der Einrichtungsleitungen des Verbundes Leubener Kindertagesstätten, der die Kinderkrippe betreibt.

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Das alte Gebäude wird seit 1972 als Kinderbetreuungsstätte genutzt. Vor einigen Jahren wurde es gemäß der neuen Brandschutzbestimmungen aufgerüstet, doch auch das ist jetzt nicht mehr zeitgemäß. Da das Gebäude zweistöckig ist, wurden außen Feuertreppen als zweiter Fluchtweg angebracht. Doch für die Krippenkinder im Alter von eins bis drei Jahren waren die Innen- und Außentreppen kaum zu bewältigen und so mussten sie stets von den Erzieherinnen getragen oder geführt werden.

Außerdem lief die Betriebserlaubnis für das alte Gebäude nur noch bis März 2019. „Das Innenleben des alten Hauses war nach 46 Jahren der Kleinkindbetreuung nicht mehr ansehnlich“, erzählt Barbara Lang, Vorsitzende des Trägervereins Verbund Leubener Kindertagesstätten. Bis zum Juli soll das alte Gebäude abgerissen sein. Die entstandene Fläche wird für einen neuen Spielplatz genutzt, ein Teil des Grundstücks geht an die Stadt zurück.

Bauen ist durchaus abenteuerlich

Eine Sanierung für das alte Gebäude wäre zu teuer gewesen, außerdem bringt das neue, ebenerdige Haus einige Verbesserungen mit sich. „Es erleichtert dem Team die Arbeit, wenn im Haus keine Treppen mehr sind. Außerdem gibt es jetzt bodentiefe Fenster, aus denen die Kinder rausgucken können“, so Lang.

Das Grundstück und die neue Immobilie werden vom freien Träger genutzt, gehören aber der Stadt Dresden. Auch Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann war bei der offiziellen Einweihung am Freitag zugegen. Er bezeichnete in seiner Ansprache das heutige Bauen als „oftmals abenteuerlich“ durch Terminschwierigkeiten und Verzögerungen und dankte wie die Vereinsvorsitzende den Architekten und beteiligten Handwerkern für die rechtzeitige Fertigstellung.

78 Kinder kann das neue Gebäude aufnehmen. „Wir sind eigentlich immer ausgelastet, aber wir freuen uns immer über neue Anmeldungen“, sagt Barbara Lang. Am Samstag, 27. April, veranstaltet die Kinderkrippe von 9 bis 12 Uhr einen Tag der Offenen Tür.

Von Laura Kluger