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Lokales Kesselsdorfer Straße wird teurer als geplant
Dresden Lokales Kesselsdorfer Straße wird teurer als geplant
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18:35 26.07.2019
Die Bauarbeiten auf der Kesselsdorfer Straße sind teurer als geplant. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die neue Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße wird teurer als geplant. Wie die Stadt Dresden am Freitag mitteilte, sind die Kosten für das Bauvorhaben von anfangs 6,3 Millionen Euro auf nunmehr 7,5 Millionen Euro geklettert. Grund dafür seien zusätzliche Arbeiten an den unterirdischen Versorgungsleitungen.

Fehler im Leitungsplan

Offenbar waren einige Leitungen im städtischen Plan nicht oder falsch eingezeichnet. „Beim Blick in den Untergrund sah alles ganz anders aus“, erklärt Gunther Hentschelmann vom Straßen- und Tiefbauamt. „Da waren Leitungen, wo keine sein sollten. Wir mussten zuerst die Leitungseigentümer finden und die Rohre neu sortieren.“ Dieser zusätzliche Schritt habe viel Zeit in Anspruch genommen – und für die Mehrkosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro gesorgt.

Mittlerweile liegt die Stadt wieder voll im Zeitplan – allmählich nimmt die barrierefreie Zentralhaltestelle auf der unteren Kesselsdorfer Straße Konturen an. Die neue Fahrbahn und die Gleisanlagen sind größtenteils vollendet, ebenso die Gleis- und Straßenabschnitte zur Freiberger Straße und Löbtauer Straße. Auch alle 23 Leitungsmasten stehen inzwischen. Insgesamt verlegten Fachleute im Bauabschnitt rund 510 Meter Doppelgleis und einen Abzweig mit sechs Herzstücken.

„Noch einiges zu tun“

Die Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße ist ein Teilabschnitt der geplanten Campuslinie im Stadtbahn-2020-Projekt. Diese Bahntrasse soll zwischen Löbtau und der Tiergartenstraße entstehen, um die teils völlig überfüllte Buslinie 61 abzulösen.

DVB-Vorstand Lars Seiffert, Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Gunther Hentschelmann vom Straßen- und Tiefbauamt (v.l.n.r.) bei der Baustellenbesichtigung. Quelle: Dietrich Flechtner

Die Bauarbeiten begannen im Juni 2018. Mitte Oktober sollen die ersten Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) über die Kesselsdorfer Straße fahren. „Bis dahin ist aber noch einiges zu tun“, bemerkt Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Aktuell laufen die Arbeiten zum Deckenschluss. Seit dem 16. Juli werden zudem die Bahnsteige an der Haltestelle „Tharandter Straße“ aufgebaut.

Hinzu kommt noch die Montage von 635 Metern moderner Fahrleitung. Überdies sollen ab Anfang August die beiden Spezialdächer für die Haltestellen montiert werden. Der 50 Meter lange Wetterschutz aus Glas wird aus logistischen Gründen wohl erst kurz nach Eröffnung der Strecke fertig. Im September beginnt zudem der Aufbau der Ampelanlagen an der Kreuzung von Tharandter Straße und Kesselsdorfer Straße.

Verkehr wird neu sortiert

Der Knotenpunkt Kesselsdorfer Straße ist für die DVB mit Abstand der bedeutendste im Dresdner Westen. „Werktäglich steigen 29 600 Fahrgäste an der Station ’Tharandter Straße’ aus oder ein“, teilt DVB-Vorstand Lars Seiffert mit. Nach der Fertigstellung im Oktober sollen die Straßenbahnlinien 6, 7 und 12 sowie die Buslinien 61, 63 und 90 wieder dort halten.

Rund um die geplante Zentralhaltestelle wird der Verkehr großräumig neu sortiert. So ist ein 350 Meter langer, autofreier Fußgängerboulevard vorgesehen. Bauleute verschmälern außerdem die Fahrbahn beidseitig um einen Meter – zugunsten von sicheren Rad- und Fußwegen. Durch die Neuordnung werde eine „sehr gefährliche Unfallstelle im Verkehr“ entschärft, meint Schmidt-Lamontain: Im letzten Jahr habe es allein acht Unfälle auf der unteren Kesselsdorfer Straße gegeben, an denen DVB-Fahrzeuge beteiligt waren.

„Durch den Fußgängerboulevard schaffen wir einen Raum mit viel mehr Lebensqualität“, so Schmidt-Lamontain weiter. „Wir bauen einen städtebaulich hochwertigen Platz mit schattenspendenden Bäumen, Cafés und Bistros im Freien – für diejenigen, die auf ihre Bahn oder ihren Bus warten oder kurz verweilen wollen.“

Von Junes Semmoudi

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