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Lokales Kesselsdorfer Straße wird am kommenden Montag komplett gesperrt
Dresden Lokales Kesselsdorfer Straße wird am kommenden Montag komplett gesperrt
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18:46 07.01.2019
Die Visualisierung zeigt die neue Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße. Die Durchfahrt ist dort nur noch Bussen und Straßenbahnen möglich. Quelle: Stadt Dresden/Inter Office
Dresden

Jetzt ist es amtlich: Auf der Kesselsdorfer Straße entsteht die neue Zentralhaltestelle. Dafür habe man zwar schon im vergangenen Jahr den Startschuss gegeben, sagte Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) am Montag. Erledigt wurden dann aber eher Vorarbeiten auf der Löbtauer Straße und der Wernerstraße, die nun als Umleitungsstrecke dienen. Denn am 14. Januar, 4 Uhr wird die Kesselsdorfer Straße komplett gesperrt. Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten auf dem 51 Meter langen Straßenabschnitt im September oder Oktober 2019 können dort nur noch Trams und Busse rollen.

Darum geht es

Die Haltestelle „Tharandter Straße“ auf der Kesselsdorfer Straße sei derzeit nach dem Pirnaischen Platz, dem Postplatz und dem Hauptbahnhof der viertwichtigste Umsteigepunkt im Dresdner Streckennetz, sagt Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). 29 600 Menschen steigen dort an einem Werktag um. Allerdings unter „chaotischen Zuständen“, wie Bürgermeister Schmidt-Lamontain sagt. Es habe in der Vergangenheit viele Unfälle gegeben, die zumeist zulasten von Fußgängern gegangen seien. Deswegen wird die gesamte Kreuzung Kesselsdorfer/Tharandter/Löbtauer Straße für rund 6,3 Millionen Euro umgestaltet.

Das ist geplant

Amtsleiter Reinhard Koettnitz, DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach und Bürgermeister Raoul Schmidt Lamontain (v.l.) zeigen, wie breit der Fußgängerboulevard wird. Quelle: Dietrich Flechtner

Das ist die Schwierigkeit

Unter der Kesselsdorfer Straße verlaufen Dutzende Leitungen, ein Wirrwarr von Kabeln, Rohren und Kanälen. Die älteste Leitung sei eine Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1906, wie Koettnitz sagt. Sie alle werden angefasst, umgelegt oder erneuert. Die Arbeiten seien derart kompliziert, dass sie die vergleichsweise lange Bauzeit erfordern.

So verkehren Bus und Bahn

Nah am Baufeld verkehren ab dem 14. Januar nur Busse des Ersatzverkehrs EV 7, die Linie 7 wird über Bahnhof Mitte, Cottaer Straße, Hebbelplatz und Dahlienweg, die Linie 12 über Bahnhof Mitte und Flügelweg umgeleitet. Die Linie 6 verkehrt verkürzt. DVB-Vorstand Hemmersbach erwartet eine derart starke Verkehrsbelastung im von engen Straßen und dichter Besiedlung geprägten Löbtau, dass er einen stabilen Ersatzverkehr für unwahrscheinlich hält. Wer schnell zu den Geschäften der Kesselsdorfer Straße oder wieder in die Straßenbahn Richtung Gorbitz will (in der Bauzeit: Linie 42) kann mit der Linie 1 bis nah ans Baufeld gelangen. Dafür wird derzeit eine Wechselweiche auf der Freiberger Straße installiert. Von dort geht es zu Fuß über die Kesselsdorfer Straße bis zur Rudolf-Renner-Straße, wo die von Leutewitz kommende „42“ verkehrt.

So geht es weiter

Zum weiteren Ausbau der Kesselsdorfer Straße bis zur Rudolf-Renner-Straße gibt es einen umstrittenen Kompromiss. Damit sei die Variantenentscheidung getroffen, sagt Amtsleiter Koettnitz. Nun müssen weitere Planungen und ein Planfeststellungsverfahren folgen. Was das bedeuten kann, zeige das Beispiel Zentralhaltestelle. Dafür habe man die Variantenentscheidung 2009 getroffen, vor zehn Jahren.

Von Uwe Hofmann

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