Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wie die Digitalisierung an Dresdens Schulen laufen soll
Dresden Lokales Wie die Digitalisierung an Dresdens Schulen laufen soll
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:23 28.06.2019
Für die zunehmenden Digitalisierungsprozesse in der Gesellschaft sollen Schüler mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet werden. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Dresden

Für die weiteren Schritte zur Digitalisierung gibt die Stadt den Schulen in Dresden zunächst noch Zeit. „Eine wichtige Fördervoraussetzung ist, dass jede Schule ein Medienbildungskonzept und einen Fortbildungsplan für die Lehrerinnen und Lehrer erstellen muss“, teilte Schulamtsleiter Reinhard Koettnitz auf DNN-Anfrage mit.

Sachsen erhält aus dem Milliarden-Paket des Bundes für die Digitalisierung der Schulen rund 250 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 212 Millionen Euro auf Schulen in öffentlicher Trägerschaft, der übrige Teil auf freie Träger. Die Landeshauptstadt wird knapp 28 Millionen Euro aus dem Digitalpakt bekommen. „Es geht mehr um schulgebundene Ausstattung als um die schülergebundene Ausstattung“, hatte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) erklärt, nachdem Sachsen als erstes Flächenland die Förderrichtlinie vorgelegt hatte. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartete erste Förderanträge gar schon im Juni, aber ganz so schnell geht es nun doch nicht.

Frist bis Ende 2019

In Abstimmung mit den Schulen würden auf Grundlage ihrer Konzepte die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und der IT-Ausstattung festgelegt und der Fördermittelantrag gestellt, teilte Koettnitz mit. Die Landeshauptstadt hat den kommunalen Schulen für diese Zuarbeit eine Bearbeitungszeit bis zum Ende des Jahres 2019 eingeräumt. Der konkrete Ausstattungsgrad mit Laptops oder anderen Endgeräten könne erst nach Vorlage der Konzeptionen ermittelt werden, sagte der Amtsleiter.

Die Stadt will die Gelder einsetzen, um die digitale Infrastruktur in den Schulen zu verbessern, insbesondere in den Bestandsschulen. Dazu gehörten leistungsfähige Schulserver, die erforderliche Verkabelung in den Schulgebäuden und drahtlose Netzzugänge (WLAN-Netzwerke). Vorgesehen wird laut Koettnitz auch die Anschaffung von interaktiven Tafeln, Displays oder auch von Laptops und Tablets. Das soll vor allem in pädagogisch genutzten Räumen erfolgen. Dazu zählten insbesondere Unterrichtsräume, Fachkabinette, Aulen, Sporthallen als auch Außenflächen im Sinne „grüner Klassenzimmer“. Dazu muss die Stadt Förderanträge beim Land bis spätestens 30. Juni 2020 stellen.

Besonders weit auf dem Weg zur Digitalisierung ist in Dresden bereits das Gymnasium Pieschen. Verstärkte Medienbildung in den Jahrgangsstufen 5 und 6 oder vertiefte Informatikausbildung im IT-Profil ab der 8. Klasse steht in der Schule auf dem Programm. Mit ihren Vorstellungen konnte sich Schulleiterin Kerstin Ines Müller Ende 2018 schon bei einem Treffen mit Digitalisierungsministerin Dorothee Bär (CSU) in Berlin präsentieren.

Neues Netzwerk

Am heutigen Freitag kommt der nächste Schritt dazu: Im Beisein von Kultusminister Piwarz, Dresdens Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) sowie Prof. Uwe Aßmann, Dekan der Fakultät Informatik an der TU Dresden, startet ein für Sachsen bislang einzigartiges Kooperationsnetzwerk. Es soll der Zusammenarbeit an allgemeinbildenden Schulen bei Medienbildung, informatischer Bildung und digitalen Technologien (M.I.T.) dienen. Dabei geht es darum, wie Schüler auf die neue Arbeitswelt rund um Künstliche Intelligenz, mobile Roboter oder virtuelle Realität vorbereitet werden können. Zum Netzwerk gehören im Raum Dresden das Gymnasium Pieschen und die 145. Oberschule, die Oberschule Pieschen sowie die Marie-Curie-Oberschule in Dohna.

Von Ingolf Pleil

Für das Quartier Hoym ist am Donnerstagnachmittag der Grundstein gelegt worden. Bis Anfang 2022 werden hier mehr als 140 Millionen Euro verbaut.

27.06.2019

Der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer hält die Idee eines Volkseinwandes in Sachsen für gefährlich. Der Vorschlag von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer könne nach seiner Einschätzung das gesamte politische System lahmlegen.

27.06.2019

50 Jahre Informatikausbildung an der Technischen Universität Dresden haben sich ausgezahlt. Dresdner Betriebssysteme sind zwar nicht so bekannt wie Windows oder Linux, bringen aber die Computer einiger Internetgiganten zum Laufen.

27.06.2019