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Lokales Kein kostenloses Parken mehr in der Dresdner Neustadt
Dresden Lokales Kein kostenloses Parken mehr in der Dresdner Neustadt
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17:01 18.01.2019
Nicht nur auf der Hospitalstraße geht es in Sachen Parken derzeit äußerst eng zu. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Zwei neue Gebiete für gebührenpflichtiges und Bewohnerparken sollen in diesem Jahr in der Neustadt eingerichtet werden. Für das eine, das zwischen Hoyerswerdaer Straße und Diakonissenweg liegt, fehlt noch ein Stadtratsbeschluss. Das andere, das sich zwischen Hoyerswerdaer und Albertstraße sowie Wigard- und Bautzener Straße unmittelbar anschließt, hat Heiko Ziesch aus dem Stadtplanungsamt am Donnerstagabend im Stadtbezirksamt vorgestellt.

Darum geht es

Das Gebiet verfügt über etwa 1100 Wohnungen, in denen 2300 Menschen leben. Sie haben 480 Autos angemeldet, da man laut dem Dresdner Parkplatzverantwortlichen Ziesch von etwa 25-prozentiger Belegung durch Autos mit Fremdzulassung ausgehen muss, müsste Platz für 650 Autos gefunden werden. Und das fällt, das wurde bei dem Informationsabend deutlich, zunehmend schwer. Tagsüber drängen die Mitarbeiter der im Gebiet gelegenen Ministerien ins Areal – trotz eigener Parkplätze, wie mehrere Bewohner beklagten. Abends sind es die Nachtschwärmer. Denn in vielen benachbarten Bereichen der Neustadt ist das Parken schon kostenpflichtig oder Bewohnern vorbehalten. „Das erhöht automatisch den Parkdruck in benachbarten Gebieten, in denen es keine Parkraumbewirtschaftung gibt“, sagt Zisch.

Das soll sich ändern

Zieschs Mitarbeiter haben 2740 Stellplätze erfasst, von denen 740 im öffentlichen Raum, das heißt am Straßenrand liegen. Platz für alle Bewohner wäre also da, zumal 126 von ihnen in ihren Wohnanlagen parken können. Deshalb schlägt Zisch vor, nur wenige Bereiche an der Tieckstraße, der Paul-Schwarze-Straße, Am Schwarzen Tor und der Wilhelm Buck-Straße für reines Anwohnerparken einzurichten. Dort darf dann nur sein Auto abstellen, wer den Bewohnerparkausweis Nummer 19 besitzt und dafür 30 Euro Verwaltungsgebühr im Jahr bezahlt. Im Rest des Gebietes – 640 Stellplätze gibt es dort – ist gebührenpflichtiges Parken vorgesehen, das mit Bewohnerparkausweis jedoch immer kostenfrei ist. Die Gebühren sind dabei sehr niedrig: 25 Cent für die halbe Stunde, drei Euro am Tag. Deshalb glauben viele Bewohner nicht, dass der erhoffte Effekt eintritt und einige gebietsfremde Parker sich andere Plätze suchen.

Das ist die Kritik

An den geringen Parkgebühren kann Ziesch nichts ändern – das ist Sache des Stadtrats. Jetzt will er noch prüfen, ob an den Rand zu Parkgebieten mit höheren Gebühren – jenseits der Albertstraße betragen sie das doppelte – nicht größere Pufferzonen eingerichtet werden, die nur für Bewohner nutzbar sind. Doch das ist nur ein Teil der Kritik. Die Anwohner verweisen darauf, dass sie die Suche nach Stellplätzen oft genug auch ins benachbarte Gebiet am Diakonissenkrankenhaus treibt. Ist das erst einmal eine eigene Bewohnerparkzone, können sie dort nicht mehr parken. Ziesch prüft deshalb, ob nicht beide Gebiete zusammengelegt werden. Von der Größe her bewege sich das noch im gesetzlichen Rahmen und hätte den Vorteil, dass sich etwas Druck aus dem benachbarten Gebiet ablassen ließe. Dort habe sich die Situation nämlich verschärft, nachdem ein großer Garagenhof aufgelöst wurde. Außerdem will Ziesch prüfen, ob sich mehr Kurzzeitparker vor den vier Kindereinrichtungen im Gebiet einordnen lassen. Das hatte die Leiterin der Kita Krümelkiste vom Oberen Kreuzweg, Michaela Engel, vorgeschlagen. Bisher sind vier Kurzzeitparker geplant.

Das ist der Zeitplan

„Noch in diesem Jahr“, verspricht Ziesch, genauer könne er nicht sagen, wann das Bewohnerparken eingeführt wird. Grund ist, dass auch wenn das Gebiet am Diakonissenkrankenhaus nicht mit dem an der Glacisstraße zusammengelegt wird, beide dennoch relativ zügig aufeinander eingeführt werden sollen. Das soll unerwünschte Verdrängungseffekte vermeiden. Da für das Nachbargebiet noch ein Stadtratsbeschluss fehlt, ist die Sache schlecht zu kalkulieren. 2020 oder später ist dann übrigens als 22. ein Bewohnerparkgebiet am Schillerplatz geplant.

Das Konzept ist im Internet unter dresden.de/mobilitaet bei „Aktuelle Planungen“ zu finden.

Von Uwe Hofmann

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