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Lokales Kartenvorverkauf für Frühling im Palais beginnt
Dresden Lokales Kartenvorverkauf für Frühling im Palais beginnt
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20:50 05.11.2019
Dresdner Frühling im Palais.
Dresdner Frühling im Palais. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Vorbereitungen sind so aufwändig, dass er nur alle zwei Jahre stattfindet: der Frühling im Palais. 2020 ist es wieder so weit.

Die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen und das Schlösserland Sachsen laden vom 28. Februar bis zum 8. März zu „Deutschlands bedeutendster Frühlingsblumenschau“ in den Großen Garten Dresden ein, wie Tobias Muschalek, der Geschäftsführer der Fördergesellschaft sagt. „Gärtner, Floristen, Licht- und Klangdesigner inszenieren in dem Juwel frühbarocker Baukunst ein sinnliches Fest der Farben, Formen und Düfte mit etwa 40 000 Pflanzen und Blumen.“

Am 6. November 2019 beginnt für die beliebte Ausstellung, die in den zurückliegenden Jahren immer zwischen 37 000 und 39000 Besucher zählte, der Kartenvorverkauf. Denn Tickets (11,50 Euro an der Tageskasse) werden gern zu Weihnachten verschenkt.

Designerin Bea Berthold und Wolfgang Friebel, Projektleiter und Pflanzenkoordinator, mit einem Modell vom großen Saal. Dort wird auf die große Zeit der Postkutschen im frühen 19. Jahrhundert Bezug genommen. Quelle: Catrin Steinbach

Auch wenn der Fokus immer auf Frühlingsblumen liegt, ist jede Blumenschau anders. Diesmal lautet das Motto „Blütezeiten“. Designerin Bea Berthold, die für das Konzept verantwortlich zeichnet, will die Besucher durch verschiedene Blütezeiten der europäischen Kulturgeschichte führen. Allerdings nicht chronologisch. Es ist – entsprechend der Gegebenheiten, die die einzelnen Räume im Palais bieten – eher ein buntes Mosaik.

Und bei diesem spielen diesmal sogar Kartoffeln eine Rolle. Denn einst waren vor allem deren Blüten gefragt. Zudem wird die Hoch-Zeit der Tulpen in Holland mit zum Teil verrückten Blütenformen thematisiert, sollen Besucher durch einen mittelalterlichen Garten spazieren können. Außerdem erfahren sie von einem kleinen Schatz, den „Pillnitzer Centurien“.

Des Weiteren werde die Ausstellung Bezug auf das Ehestandsbaumgesetz von August dem Starken nehmen. Der habe alle Einwohner werden bei Erwerb eines Grundstücks und bei Heirat verpflichtet, sechs Obstbäume auf ihrem Besitz, Rainen und Gemeindeplätzen zu pflanzen, so Bea Berthold. Dementsprechend ist eine kleine Obstbaumallee in Planung.

All die Bäumchen – wie auch sämtliche Blumen – vorzutreiben und auf den Punkt zur Blüte zu bringen, ist jedes Mal ein Husarenstück. Aber alle Gärtnereien – an die 30 sind beteiligt – stecken viel Ehrgeiz in das Projekt und seien mit Herzblut bei der Sache, so Projektleiter und Pflanzenkoordinator Wolfgang Friebel.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufskassen und im Internet unter www.dresdner-fruehling-im-palais.de

Von Catrin Steinbach