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Lokales Kapitän Claus-Peter Reisch spricht auf Kundgebung für Seenotrettung in Dresden
Dresden Lokales Kapitän Claus-Peter Reisch spricht auf Kundgebung für Seenotrettung in Dresden
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15:17 20.02.2019
Claus-Peter Reisch
Claus-Peter Reisch Quelle: dpa
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Dresden

Wer sich die Rettung von Menschenleben zur Aufgabe gemacht hat, genießt gemeinhin ungeteilte Hochachtung. Nicht so Claus-Peter Reisch. Seit 2017 rettet er mit seinem Schiff Lifeline Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken. Im vergangenen Jahr wurde er auf Malta verhaftet mit der Begründung, sein Schiff nicht ordnungsgemäß registriert zu haben. Die Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline sieht sich mit Hetze und Anfeindungen konfrontiert. Am Sonnabend ist Reisch zu Gast in Dresden und berichtet im Rahmen einer Kundgebung für Seenotrettung von seiner Arbeit.

„Ziel ist es, ein Zeichen für die Menschlichkeit zu setzen und die elementare Notwendigkeit von Seenotrettung zu unterstreichen. Niemand begibt sich freiwillig in Seenot. Die Rettung von Schiffbrüchigen ist eine humanitäre Pflicht“, so Axel Steier, Mitbegründer der Hilfsorganisation.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Initiative „Weltoffenes Loschwitz“ und der Mission Lifeline. Unweit des Denkmals werden auf Fototafeln Bilder von Gräbern im Mittelmeer ertrunkener Flüchtlinge auf Sizilien und Lampedusa ausgestellt sein.

Der Ort der Kundgebung wurde nicht zufällig gewählt: Das Relief des Joseph-Hermann-Denkmals, im Volksmund „Senfbüchse“ genannt, zeigt die Rettung zweier Schiffbrüchiger aus der vereisten Elbe im Jahr 1799.

Kundgebung für Seenotrettung

Sonnabend, 23. Februar, um 10 Uhr am Jospeh-Hermann-Denkmal auf der Friedrich-Wiek-Straße

Von PS