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Lokales Kampagne zur Fahrradsicherheit: Mehr Kontrollen in Dresden geplant
Dresden Lokales Kampagne zur Fahrradsicherheit: Mehr Kontrollen in Dresden geplant
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13:33 13.06.2019
Polizeihauptkommissar Thomas Kiraly von der Fahrradgruppe der Dresdner Polizei im Gespräch mit einem ertappten Rotlichtradler.
Polizeihauptkommissar Thomas Kiraly von der Fahrradgruppe der Dresdner Polizei im Gespräch mit einem ertappten Rotlichtradler. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Dresdner Verkehrspolizei startet eine Kampagne zur Fahrradsicherheit – und verstärkt dabei die Verkehrskontrollen. Kontrolliert wird im Dresdner Stadtgebiet vom 18. Juni bis zum 7. Juli. Die Polizei will an mindestens vier unterschiedlichen Orten täglich präsent sein, vor allem zur Hauptverkehrszeit von 6 bis 9 Uhr und 15 bis 17 Uhr.

Dabei achten die Beamten besonders auf Fahrradfahrer, die auf der falschen Seite fahren, Autofahrer mit Handys am Steuer und Rotlichtsünder. Gerald Baier, Leiter der Dresdner Verkehrspolizeiinspektion, verspricht, „Verstöße konsequent zu ahnden“.

Neben Buß- und Verwarngeldern sollen während der Kampagne auch Präventionsgespräche geführt werden. Außerdem wollen Ordnungsamt und Polizei ihre Zusammenarbeit wiederbeleben. Bereits vor einigen Jahren verständigte man sich zur gegenseitigen Hilfe.

Vor zwei Wochen hat die Polizei zusätzlich ein Bürgerportal eingerichtet: Allein in den ersten 72 Stunden gingen 1000 Hinweise von Bürgern ein. Diese Tipps und bereits vorhandene Statistiken helfen nun, Schwerpunkte für Verkehrskontrollen zu finden. Alleine am Schillerplatz und am Blauen Wunder wurden während einer Kontrolle in kurzer Zeit acht Rotlichtfahrer und neun Raser sowie drei Autofahrer mit Handy erwischt.

Obwohl die Polizeistatistik rückläufige Unfallzahlen ausweist, hat sich ein neuer Problembereich herauskristallisiert – das Fahrradfahren. Im vergangenen Jahr sind die Radunfälle so weit angestiegen, dass die Polizei von einem Zehn-Jahres-Hoch spricht – Tendenz weiter steigend. Doch die naheliegende Erklärung ist nicht immer richtig, betont Baier. Die steigende Nutzung von Fahrrädern hat nicht dafür gesorgt, dass es 2017 fast 80 000 Fahrradunfälle gab. „Das Problem heißt Mensch“, formuliert es der Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Man wolle verschiedene Mobilitätsformen in Einklang bringen, sagt Sittel. Vor allem aber solle der Fahrradverkehr in Dresden gefördert werden, da er neben einem guten Stadtklima auch für mehr Auslastung und eine gesündere Lebensweise sorge.

Am 1. Juli findet um 18 Uhr im Plenarsaal des Rathauses eine Veranstaltung der Polizei statt. Unter dem Titel „Respekt durch Rücksicht – Radfahren, aber sicher“ klären die Beamten über Änderungen in der Straßenverkehrsordnung auf und veranschaulichen das Verhältnis zwischen Radfahrer und Kraftfahrzeugführer.

Von Robin Riehme

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