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Lokales Juwelen-Kaufangebot: Staatsanwaltschaft Dresden hatte doch Kontakt zu Sicherheitsfirma
Dresden Lokales Juwelen-Kaufangebot: Staatsanwaltschaft Dresden hatte doch Kontakt zu Sicherheitsfirma
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12:02 14.01.2020
Der Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe sorgt auch fast zwei Monate nach der Tat für Schlagzeilen. Quelle: Grünes Gewölbe (3x), Ronald Bonss
Dresden

Die Geschichte um die gestohlenen Juwelen aus dem Grünen Gewölbe schlägt immer neue Volten. Zuletzt hatte tagelang eine israelische Sicherheitsfirma die Schlagzeilen mit der Behauptung bestimmt, dass sie zwei gestohlenen Schmuckstücke zum Kauf angeboten bekommen habe, für neun Millionen Euro. Man stehe deshalb mit den Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) und den Ermittlern von Polizei und Staatsanwaltschaft in Kontakt – was diese auch bei wiederholter Nachfrage streng dementiert haben. Bis jetzt.

Denn nun sind doch noch E-Mails der israelischen Firma aufgetaucht – in Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidts E-Mail-Postfach, dem Pressesprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft. Er sei die letzten Tage in Urlaub gewesen und habe die am 6. und 7. Januar abgesandten E-Mails erst jetzt in seinem Postfach entdeckt. Es handele sich um eine englische Konversation, die die Israelis weitergeleitet hätten. „Ich habe mir das nicht weiter angesehen, sondern den ermittelnden Staatsanwälten und der Sonderkommission der Polizei übergeben“, sagt er.

Ermittlungen wegen Erpressung

Die Art der Kontaktaufnahme ist etwas verwunderlich. Kontaktiert wurden nicht direkt die Ermittler, sondern der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft. Und dies nicht über das allgemeine, sondern über sein persönliches E-Mail-Postfach, obwohl dort eine automatische Mitteilung über die Abwesenheit des Adressaten informierte. Schmidt will dieses Gebaren der Sicherheitsfirma, die ihren Kontakt zu angeblichen Juwelenhehlern vergangene Woche einer Boulevardzeitung verriet, nicht weiter kommentieren.

Diese Juwelen wurden gestohlen

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Ob die E-Mails nun im Postfach waren oder nicht: eine veränderte Lage sieht Schmidt dadurch nicht. „Wir ermitteln weiter wegen Erpressung gegen unbekannt“, sagt er. Diese Ermittlungen richten sich gegen die Personen, die hinter dem verschlüsselten E-Mail-Postfach stecken, von dem aus die israelische Firma wie auch der Mitteldeutsche Rundfunk kontaktiert worden sind.

Auch der MDR sollte für diesmal drei der gestohlenen Schmuckstücke einen Millionenbetrag in Bitcoins überweisen. Belege, dass die Absender der E-Mails in Besitz der Schmuckstücke gewesen seien, habe es keine gegeben, so der MDR. „Es gibt weiter den Verdacht, dass es sich um Trittbrettfahrer handelt“, sagt Oberstaatsanwalt Schmidt.

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