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Lokales Juristisches Nachspiel für Dresdner Moschee-Bomber
Dresden Lokales Juristisches Nachspiel für Dresdner Moschee-Bomber
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17:51 05.09.2019
Niko K. hatte am 26. September 2017 Sprengsätze auf dem Gelände der Moschee an der Hühnsdorfer Straße und am Internationalen Kongresszentrum gezündet Quelle: Roland Halkasch/Archiv
Dresden

Ende August 2018 wurde Nino K. wegen versuchten Mordes, schwerer Brandstiftung und Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen vom Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und acht Monaten verurteilt. Der 32-Jährige hatte am 26. September 2017 Sprengsätze auf dem Gelände der Moschee an der Hühnsdorfer Straße und am Internationalen Kongresszentrum gezündet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Angeklagte hatte die Sprengungen gestanden, Tötungsabsichten aber verneint.

Am Donnerstag stand Nino K. erneut vor dem Landgericht. Die Generalstaatsanwaltschaft warf ihm versuchte Nötigung und Beleidigung vor. Ein Nachspiel des damaligen Prozesses.

Unterschiedliche Aussagen

Der Angeklagte soll während einer Verhandlungspause dem Chefermittler der Polizei gedroht haben: „Ich mach dich fertig. Wir sehen uns wieder.“ Dafür wurde Nino K. während des Prozesses mit 300 Euro Ordnungshaft bestraft. Zudem wurde der Vorfall auch im Urteil berücksichtigt. Zwei Monate später erstattete der Polizeibeamte Strafanzeige.

Nino K. entschuldigte sich dafür, dass er den Beamten beleidigt hatte, indem er ihn duzte. Den Rest wies er zurück. „Mein Mandant sagte: ,Du willst mich fertig machen? Du machst mich nicht fertig. Wir sehen uns wieder – vor Gericht’“, erklärte die Verteidigerin. Das ist ein erheblicher Unterschied zur Anklage

Stimmt nicht, meinte der Polizeibeamte. Allerdings war es so protokolliert worden und der damalige Oberstaatsanwalt, der dabei war, bestätigte dies am Donnerstag. Er hatte den Disput anders in Erinnerung als der Chefermittler.

Grund für den Disput: Ermittlungsarbeit der Polizei

Der Vorsitzende Richter Joachim Kubista warb für eine Einstellung des Verfahrens, die der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft ablehnte: „Dem kann ich nicht zustimmten.“ Er gab zwar zu, dass eine versuchte Nötigung wohl nicht nachzuweisen sei, beharrte aber auf die Beleidigungen wegen des Duzens. So wird weiterverhandelt und eine Strafkammer des Landgerichts, ein Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft, Verteidiger und Wachmänner bemüht. Alles wegen ein- oder zweimal Duzen.

Grund für den Disput war die Ermittlungsarbeit der Polizei, mit der Nino K. unzufrieden war. „Er vermutete, dass man ihm Beweismaterial untergeschoben hatte“, erklärte die Verteidigerin. Auch andere Prozessbeteiligte hatten mit den Ermittlungen Probleme. Selbst der damalige Oberstaatsanwalt nannte sie in seinem Plädoyer mehrmals „nachlässig“.

Von Monika Löffler

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