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Lokales Junkie bedient sich in Apotheke
Dresden Lokales Junkie bedient sich in Apotheke
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10:50 29.01.2019
(Symbolfoto) Quelle: dpa
Dresden

„Wir waren im Urlaub auf Rügen, als ich angerufen wurde, bei uns sei eingebrochen wurden. Ich fuhr mit der Familie sofort zurück nach Dresden“ erzählte ein Apotheker am Montag im Amtsgericht. Als er in seinem Geschäft in Gorbitz ankam, war der Tresor aus der Verankerung gerissen worden und verschwunden, genau wie eine Präzisionswaage und eine Sackkarre. Mit der war wohl das Diebesgut abtransportiert worden.

Im Tresor hatten sich einige Tausend Euro Bargeld, diverse Unterlagen sowie Morphine und opiumhaltige Medikamente befunden. Zudem hatten die Einbrecher einen Feuerlöscher entleert, um so Spuren zu beseitigen. Dadurch entstand ein erheblicher Sachschaden. So wurden ein Kopierer und weitere Arzneimittel beschädigt. Medikamente, die für die Auslieferung an ein Altenheim schon vorbereitet worden waren, konnten deshalb nicht fristgerecht ausgeliefert werden. Insgesamt belief sich der Schaden auf rund 12 000 Euro.

Einige der Morphine aus dem Tresor wurden später in der Wohnung von Philipp M. gefunden. Der 32-Jährige musste sich am Montag wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetzt vor Gericht verantworten Dem 32-Jährigen war man einige Monate später nach dem Einbruch in einen Bürokomplex „Am Brauhaus“ auf die Spur gekommen war. Dort hatte der Angeklagte hochwertige Elektronik geklaut. Er war allerdings in der Tiefgarage von Überwachungskameras gefilmt und danach festgenommen worden. In seiner Wohnung fanden die Ermittler ein ganzes Lager an Substanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Die beiden Einbrüche räumte der Angeklagte am Montag ein. Er sei heroinsüchtig und habe deshalb gestohlen, um sich seinen Konsum zu finanzieren und um mit den Medikamenten einen Drogenentzug zu machen und vom Heroin wegzukommen. Den Feuerlöscher habe aber nicht er entleert, sondern ein Kumpan, der bei dem Bruch dabei war, dessen Namen er aber nicht nennen wollte.

Philipp M. ist erheblich vorbestraft, und saß einige Jahre im Gefängnis. Zuletzt wurde er im November 2017 aus der Haft entlassen – drei Monate später beging er den Einbruch in die Apotheke. Eine enorme Rückfallgeschwindigkeit. Am Montag wurde Philipp M. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Er will jetzt eine Therapie machen, sagte er.

Von Monika Löffler

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