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Lokales Jugendhaus Emmers lädt zu Aktionstagen zur Suchtprävention
Dresden Lokales Jugendhaus Emmers lädt zu Aktionstagen zur Suchtprävention
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16:11 09.05.2019
Public Viewing: Ein Fernseher als Kulisse für ein interaktives Live-Programm. Darauf sitzen Maik Wieden und Benjamin Rottluff (v.l.) von der Band "Die Arbeit" Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Sucht ist ein Thema, von dem in der eigenen Selbstwahrnehmung meistens nur „die anderen“ betroffen sind, das jedoch viele Gesichter hat. Was ist Sucht? Welche Süchte gibt es? Welchen Ursprung haben sie? Diesen und vielen weiteren Fragen nähern sich die Aktionstage zum „Kulturjahr Sucht“ noch diesen Freitag in Pieschen, am 18. und 19. Juni in Prohlis und vom 4. bis 6. September in Gorbitz und Loschwitz auf spielerische Weise an.

„Unter der Sucht liegt immer eine Sehnsucht, ein Bedürfnis“, erklärt Jennifer Hoernemann vom „Fundbüro für Suchbewegungen.“ Es handelt sich um einen Mitmach-Stand an der Haltestelle Altpieschen. Hier können Interessierte Kisten aus einem Regal nehmen – oder hineinstellen. Je nachdem, was benötigt wird – oder geteilt werden will. Liebe, Vertrauen, Feiern, Stärke steht auf den flachen Pappschachteln. Nicht umsonst lautet das Motto der Aktionstage „Was such(s)t du?“

Der Stand ist nur eine von zahlreichen Aktionen, die noch am Freitag zwischen 14 und 19 Uhr im Jugendhaus Emmers und den Haltestellen Altpieschen und Mickten stattfinden. Es gibt Mocktails – Cocktails ohne Prozente –, 3-D-Drucker und Lasercutter im FabMobil, Fragenduelle und Infostände. Die Lesegeschichte „Dani und die Dosenmonster“ widmet sich dem Thema Alkoholsucht bei Eltern. Das interaktive Theaterstück ENTER2ESC zeigt die fünf Phasen eines Crystalentzugs als Level eines PC-Spiels. „Wir möchten Tabus und Stigmata, mit denen das Thema Sucht häufig belastet ist, aushebeln und einen Dialog im öffentlichen Raum ermöglichen“, sagt die Projektverantwortliche Josefa Hose.

Jens Hilgner, Leiter des Emmers-Jugendzentrums, weiß um die Brisanz des Themas: „Wir haben hier auf dem Gelände natürlich Drogenverbot. Aber zum Rauchen gehen Jugendliche beispielsweise in die naheliegenden Tiefgaragen und kommen dort mit Jüngeren in Kontakt. Aufklärung und Prävention sind also sehr wichtig.“

„Wir möchten ran an den Panzer des Schweigens“, erklärt Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. „Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Kreativität.“

Von Philine Schlick

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