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Lokales Jubiläumsfeier – die Loschwitzer Kirche wird 25
Dresden Lokales Jubiläumsfeier – die Loschwitzer Kirche wird 25
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11:29 03.10.2019
Die Loschwitzer Kirche. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Mit einem Festprogramm erinnert die evangelisch-lutherische Gemeinde in Dresden-Loschwitz an den Wiederaufbau ihrer 1945 zerstörten Kirche vor 25 Jahren. Am Freitag um 16.30 Uhr erinnern Denkmalpfleger Eberhard Münzner und Dietmar Selunka, der bis 2011 hier Pfarrer war, im Gemeindehaus mit kommentierten Bildern und einem Film an die Geschichte.

Höhepunkt ist ein Festgottesdienst zum Kirchweihfest am Sonntag 9.45 Uhr. Zugleich wird Erntedank gefeiert. Die Predigt hält Markus Deckert, seit 2012 Gemeindepfarrer. Elbhangposaunenchor, Loschwitzer Kantorei, Kurrende und Vorkurrende gestalten den Gottesdienst musikalisch. Anschließend ist eine Begegnung mit einem Festmahl im Kirchenschiff geplant. Dabei kommt auf den Tisch, was alle Teilnehmer mitbringen.

Eine Lagerfeueridee wird wahr

Bereits zum Tag des offenen Denkmals am 8. September hatte Rainer Dierchen aus Heidenau ein Modell der Kirche im Maßstab 1:87 an Pfarrer Markus Deckert übergeben.

Kleine Kirche in der großen Kirche. Rainer Dierchen (links) hat ein Modell der Loschwitzer Kirche gebaut und des der Gemeinde. Denkmalpfleger Eberhard Münzner (rechts) will mit Pfarrer Dietmar Selunka an die Geschichte erinnern. Quelle: Markus Deckert

Der Wiederaufbau bis 1994 war eine echte Bürgerinitiative. Manche sehen darin einen ersten Versuch für etwas, das später in noch größerem Maßstab mit der Dresdner Frauenkirche gelingen sollte. Geboren wurde die Idee zum Wiederaufbau in der Johannisnacht 1988 am Lagerfeuer in der Ruine der 1945 zerstörten barocken Kirche am Elbhang. Die Kirche sollte so wiedererstehen, wie sie 1708, zur Einweihung, ausgesehen hatte.

Angesichts der chronischen Materialknappheit in der DDR war das ein reichlich verwegener Gedanke. Doch jene, die ihn geäußert hatten, begannen schon mal, Geld zu sammeln und andere dafür zu begeistern. Nach dem politischen Umbruch 1989 wurde es konkret. Auch die Verantwortlichen im Landeskirchenamt, die erst ablehnten, weil sie keine Notwendigkeit für diese Kirche sahen, lenkten nun ein.

Den Grundstein legten die Initiatoren im Sommer 1991, beim ersten Elbhangfest. 1994 überreichte Architekt Rainer Ehrlich dem damaligen Gemeindepfarrer Dietmar Selunka die Schlüssel der wiederaufgebauten Kirche.

Eigenständigkeit geht verloren

Die Kirche hat eine lange Geschichte. Noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts mussten die Loschwitzer zu den Gottesdiensten bis zur Frauenkirche wandern. 1704 bewilligte ihnen Kurfürst Friedrich August I. („der Starke“) die Gründung einer eigenen Gemeinde. 1705 wurde der Grundstein für eine Kirche gelegt. Die Pläne für den achteckigen barocken Zentralbau stammen von Christian Fehre. George Bähr, der spätere Frauenkirchen-Erbauer, soll mit Ausbau, Dach und Zimmermannsarbeiten betraut worden sein. 1708 wurde sie eingeweiht.

Die Loschwitzer Kirchgemeinde hielt Jahrzehnte lang an ihrer Eigenständigkeit fest. Um sich dennoch eine volle Pfarrstelle samt Gemeindepädagogin und Kantorin leisten zu können, gründete sie sogar eine Stiftung. Inzwischen hat sie das eherne Prinzip der Selbstständigkeit aufgegeben und sich mit Hosterwitz im Schwesterkirchverhältnis zusammengeschlossen. Und im kommenden Jahr steht ein weiterer Zusammenschluss zu einer noch größeren Region an: mit Bühlau, Weißer Hirsch und Schönfeld-Weißig.

Von Tomas Gärtner

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