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Lokales Jubiläum bei Igeltour – 30 Jahre „stachlige“ Stadtführungen durch Dresden
Dresden Lokales Jubiläum bei Igeltour – 30 Jahre „stachlige“ Stadtführungen durch Dresden
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10:12 21.02.2020
Touristen im Dresdner Zwinger. Der Führungs-Anbieter Igeltour feiert nun 30. Geburtstag. Quelle: Archiv
Dresden

Mit vier Führungen fing es an, damals 1990. Sieben Enthusiasten hatten sich zusammengetan, um Dresden zu präsentieren – Gästen von außerhalb, aber auch den Dresdnern selbst. Die Äußere Neustadt, Hellerau, Jüdisches Dresden – das waren Themen zu jener Zeit, abseits vom touristischen Mainstream. Und natürlich „Dresden von hinten“ – die erste Führung überhaupt begann am Kraftwerk Mitte, „als dort noch die vier Schlote rauchten“, wie sich Vereinsvorsitzender Michael Böttger erinnert. Durch die Schützengasse ging es Richtung Elbe.

Die Schön-, Wahr- und Besonderheiten der eigenen Heimat

Seit 1990 gibt es „igeltour Dresden“. In diesem Jahr feiert der etwas andere Anbieter für thematische Stadt- und Stadtteilführungen in Dresden und Umgebung 30-jähriges Bestehen. „StattReisen“ ist das gesetzlich geschützte Arbeitsmotto, das mit dem Anspruch spielt, statt weiter Reisen auch oder lieber mal die Schön-, Wahr- und Besonderheiten der eigenen Heimat zu entdecken. Mitte der 80-er Jahre hatte sich in ein paar Städten in der Bundesrepublik ein „Forum Neue Städtetouren“ mit diesem Anspruch gebildet, heute sind es insgesamt 20 Veranstalter in 19 Städten, „Igeltour“ in Dresden gehört dazu.

Als „Arbeitskreis Igeltour im Verein für Regionalgeschichte Dresden e.V.“ benannte man sich nach dem stachligen Kurzhaarschnitt seiner Gründerin Heike Liebsch. Außerdem stünden die Stacheln des Igels natürlich sinnbildlich auch für immer mal wieder kontroverse Themen, sagt Michael Böttger. „Fundiert und kommunikativ, spannend und kritisch, anschaulich und aktuell“, das seien typische Igeltour-Attribute.

Dabei ging es auch durchaus darum, sich einzumischen. Als die Stadt Dresden sich 1999 nicht in der Lage sah, den 100. Geburtstag von Erich Kästner gebührend zu würdigen, kamen Stadtsparkasse, Bürgerstiftung und Igeltour zusammen. Das Igeltour-Büro in der Neustadt war „die Keimzelle für das Erich-Kästner-Museum, das heute am Albertplatz steht“, erinnert sich Böttger.

Das 30-jährige Bestehen wird am 5. September gefeiert

Um die 40 Dresdner und Dresdnerinnen führen für Igeltour durch die Stadt. Sie sind Experten auf verschiedensten Gebieten, vielfältig interessiert und geeint durch eines: alles ausgewiesene Dresden-Liebhaber. Das Programm, das sie anzubieten haben, ändert sich ständig, jedes Jahr kommen Premieren hinzu. In diesem Jahr sind es zehn, eine davon sogar heute am 21. Februar, dem Weltgästeführertag: Silvia Tröster führt um 16 Uhr in „Ali Babas Schatzhöhle – Kurioses im Neuen Grünen Gewölbe“ (19 Euro).

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Insgesamt hat Igeltour in diesem Jahr 55 Themenführungen im Angebot, 218 Termine stehen fest. Der übliche Preis für eine Außenführung beträgt zehn Euro, ermäßigt acht. Teurer wird es, wenn es in Ausstellungen oder Museen geht – wegen des Eintritts. Viele Igel-Touren sind mittlerweile auch in Büchern nachzulesen (und nachzuwandern): „Rundgänge durch die Geschichte“, bis heute sind drei Bände erschienen. Neben den öffentlichen Terminen sind Führungen natürlich auch für private Gruppen und zu besonderen Anlässen buchbar.

Das 30-jährige Bestehen wird am 5. September gefeiert, im Rahmen eines Sommerfests, das die Drewag im mittlerweile zum Kultur- und Theaterzentrum umgebauten Kraftwerk Mitte organisiert. Dort, wo für Igeltour alles begann. Es wird Rundgänge durch die Wilsdruffer Vorstadt geben, auch eine kleine Festveranstaltung – alles offen für alle.

Offen für alle ist auch das Angebot, das Igeltour heute eigens zum Weltgästeführertag macht. Um 14 Uhr beginnt eine Führung über den Weißen Hirsch, Treffpunkt an der Kakadu-Bar im Parkhotel. Und sie ist an diesem besonderen Tag kostenlos.

Igeltour-Büro: Zugang Bautzner Straße 46b, 0351 80 44 557, www.igeltour-dresden.de

Von Bernd Hempelmann

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