Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Jaguar erfasst Radfahrer in Dresden: Gericht muss klären, wer Grün hatte
Dresden Lokales Jaguar erfasst Radfahrer in Dresden: Gericht muss klären, wer Grün hatte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
21:20 14.11.2019
Ein Polizist untersucht kurz nach dem Unfall die Beschädigungen am Jaguar. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Am 18. April knallte es auf der Kreuzung von Fetscher- und Dürerstraße. Eine Pkw-Fahrerin hatte einen Radfahrer erfasst. Der Mann wurde durch den Aufprall noch auf ein anderes Auto geschleudert und schwer verletzt. Er erlitt mehrere Frakturen, darunter einige Rippenbrüche, eine Lungenverletzung und ein Schädel-Hirn-Trauma. Der damals 74-Jährige musste mehrfach operiert werden, lag drei Wochen in der Klinik und war danach noch lange krank.

An einem wartenden Polizeiauto vorbei

Der Pkw-Fahrerin flatterte ein Strafbefehl über 60 Tagessätze à 80 Euro ins Haus. Man warf ihr vor, den Unfall verschuldet zu haben. Die 33-Jährige legte Widerspruch ein. „Der Mann tut mir leid, weil er schwer verletzt wurde, aber ich war wütend auf ihn, weil er gesagt hatte, er sei bei Grün gefahren, das war gelogen. Er hatte Rot. Ich hatte Grün“, erklärte sie. Rot oder Grün – um dieses Frage ging es nun am Mittwoch im Amtsgericht.

Die junge Frau war mit dem Jaguar ihrer Eltern unterwegs und hatte es eilig. Auf der Fetscherstraße in Richtung Blasewitzer Straße staute sich der Verkehr. Sie scherte aus und fuhr an den in der Geradeausspur wartenden Autos, darunter auch an einem Polizeiauto vorbei.

„Ich wollte an der Kreuzung eigentlich links abbiegen, dort stand aber kein Auto, alles war frei und so fuhr ich geradeaus weiter. Aber ich hatte Grün. Dann sah ich den Radfahrer und es gab einen Knall.“ Das mit dem Geradeausfahren in der Linksabbiegerspur sei nicht richtig gewesen, räumte Sylvie W. ein, aber sie sei bei Grün gefahren – da sei sie sich ganz sicher.

Zeugen sagen: Die Frau hatte Rot

Andere Unfallzeugen – die Polizei hatte seinerzeit extra einen Aufruf veröffentlicht – sahen dies etwas anders. Der Radfahrer hätte an der roten Ampel gewartet und sei dann bei Grün los, sagte ein Zeuge. „Ich stand, weil ich Rot hatte, schaute in den Rückspiegel und als ich wieder nach vorn sah, war der Radfahrer genau vor meinem Auto und dann knallte es auch schon.“

Ein anderer Unfallzeuge hatte bei der Polizei ausgesagt, dass er gesehen habe, wie die Angeklagte bei Rot über die Kreuzung gefahren sei. „Ich weiß nicht, was der Mann für eine Motivation für eine Falschaussage hat“, konterte die Angeklagte. Der Prozess wird fortgesetzt, am nächsten Verhandlungstag soll das Unfallopfer gehört werden.

Von Monika Löffler

Unangenehmer Zwischenfall in einem Dresdner Parkhaus: Der Fahrer eines Transporters hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sein Auto so hoch ist.

14.11.2019

Zusatzkonzert! Aufgrund der großen Nachfrage erweitern The BossHoss ihren Dresden-Besuch im Juli 2020 um einen Tag und Termin. Der Presale beginnt schon am Samstag.

14.11.2019

Die Dreharbeiten zum zehnten MDR-Tatort aus Dresden haben begonnen. Der Mitteldeutsche Rundfunk nennt erste Details zur Handlung.

14.11.2019