Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Investor errichtet Parkhaus in der Johannstadt
Dresden Lokales Investor errichtet Parkhaus in der Johannstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:29 18.06.2018
In dem Areal rund um Universitätsklinikum, Herzzentrum und Max-Planck-Institut fehlen seit Jahren mehr als 1000 Parkplätze Quelle: Jürgen-M. Schulter
Anzeige
Dresden

Wenn alles glatt läuft, könnte in diesem Jahr der Bau eines Parkhauses in der Gleisschleife zwischen Pfotenhauerstraße und Käthe-Kollwitz-Ufer im Stadtteil Johannstadt beginnen. In dem Areal rund um Universitätsklinikum, Herzzentrum und Max-Planck-Institut fehlen seit Jahren mehr als 1000 Parkplätze. Deshalb war der Neubau eines Parkhauses seit Jahren im Gespräch.

Ende 2015 verabschiedete der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau des Stadtrats den Bebauungsplan für das Parkhaus. Damit konnte der Freistaat Sachsen, der für Forschungsinstitute und Uniklinikum zuständig ist, eigentlich mit dem Bau beginnen. Der Verein Internationale Gärten, der sich auf dem Grundstück angesiedelt hatte, musste 2016 auf ein Grundstück an der Holbeinstraße umziehen. Auch mehrere Kleingärtner mussten ihre Parzellen verlassen. Doch obwohl mittlerweile seit fast drei Jahren Baurecht besteht, hat sich noch nichts getan.

Anzeige

Dieter Wilhelm Ruf, stellvertretender Geschäftsführer des Staatsbetriebes Zentrales Flächenmanagement Sachsen (ZFM), erklärte auf DNN-Anfrage, der Freistaat werde das Grundstück Gleisschleife zweckgebunden zur Errichtung eines Parkhauses an einen Investor veräußern. Der Staatsbetrieb verhandele mit einem Unternehmen. „Wir befinden uns in der Schussphase, die Verhandlungen sollen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden“, so Ruf.

Der Investor werde anschließend die Baugenehmigung für ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen bei der Landeshauptstadt Dresden beantragen kündigte der stellvertretende Geschäftsführer an. „Nach Vorliegen der Baugenehmigung wird der Investor unverzüglich mit dem Bau beginnen.“ Das Unternehmen werde nach Fertigstellung das Parkhaus auch betreiben.

Linke-Stadtrat Andreas Naumann wollte jüngst von der Stadtverwaltung wissen, warum die Gärten kurzfristig gekündigt wurden, obwohl bis heute kein Baubeginn erkennbar ist. Das Grundstück sei von der Landeshauptstadt an den Freistaat übertragen worden, teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit. Inhalt des Kaufvertrages sei eine nutzungsfreie Übertragung des Grundstückes gewesen. Der Freistaat habe Interesse an einer baldmöglichen Realisierung des Vorhabens geäußert.

Von Thomas Baumann-Hartwig