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Lokales Gute Nachricht für Pendler: Städtebahn nimmt Zugbetrieb wieder auf
Dresden Lokales Gute Nachricht für Pendler: Städtebahn nimmt Zugbetrieb wieder auf
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14:05 09.08.2019
Noch stehen die 16 früheren Städtebahntriebwagen auf einem gesicherten Gleis am Bahnhof Friedrichstadt in Dresden. Bald sollen sie wieder den regulären Zugbetrieb aufnehmen. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Gute Nachrichten für 10 000 Pendler: Die Städtebahn Sachsen wird kurzfristig den Betrieb wieder aufnehmen. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Laubereau entschieden. Ein genaues Datum für die Betriebsaufnahmen auf den Strecken von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, auf der Müglitztalbahn und zwischen Pirna und Sebnitz werde noch bekannt gegeben, sobald „alle Details“ geklärt sind.

Voraussichtlich in der Woche vom 19. August könnten die ersten Triebwagen wieder auf die Strecke gehen. „Wenn alles reibungslos läuft, dann kann der Bahnverkehr ab der übernächsten Woche – gegebenenfalls auch schrittweise – wieder aufgenommen werden“, sagt Laubereau. Zuvor müssten in den nächsten Tagen noch einige Einzelheiten geklärt werden. Die Finanzierung sei in jedem Fall gesichert.

VVO sucht neuen Betreiber per Notvergabe

Eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf den derzeit mit Schienenersatz belegten Strecken zum 19. August wäre so etwas wie eine Punktlandung. Dann beginnt die Schulzeit in Sachsen, weshalb Verkehrsexperten mit höheren Fahrgastzahlen auch entlang der Städtebahn-Strecken rechnen.

Bis zur Aufnahme des Bahnbetriebs wird der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) weiterhin Busse einsetzen, deren Kapazität zum Schuljahresbeginn erhöht wird, falls bis dahin nicht schon die Städtebahn fährt. Der Eisenbahnverkehr der Städtebahn Sachsen läuft dann so lange, bis die Notvergabe des VVO abgeschlossen wurde und ein neuer Betreiber die Strecken übernimmt. Beim Verkehrsverbund meint man, dass das eine Frage von Wochen, nicht von Monaten sei. Mit drei interessierten Unternehmen hatte man in dieser Woche Gespräche dazu geführt. Dabei geht es zunächst um einen Bahnbetrieb bis 2024 – dem Jahr, in dem der am 28. Juli gekündigte Verkehrsvertrag mit der Städtebahn regulär ausgelaufen wäre.

Städtebahn sucht noch eine Werkstatt

Vergessen sind damit die Unkenrufe von Städtebahn-Chef Torsten Sewerin, der Zugleihgeber Alpha Trains unterstellt hatte, die 16 Dieseltriebwagen, die die Städtebahn für den Zugbetrieb geleast hatte, aus Sachsen abziehen zu wollen. Sie stehen nun für den kurzfristigen Zugbetrieb zur Verfügung – so wie das Alpha Trains auch bekräftigt hat.

Bis zur Wiederaufnahme des Zugbetriebs ist allerdings noch viel zu tun. So wurde bisher ein Eisenbahnbetriebsleiter bestellt, der bereits früher bei der Städtebahn tätig war und alle Abläufe kennt. In den nächsten Tagen müssen noch die Fahrtüchtigkeit aller Züge nachgewiesen, das IT-System hochgefahren, Versicherungsfragen geregelt und die Wartung der Züge gesichert werden. Dafür hat sich die alte Städtebahn-Werkstatt bei Ottendorf-Okrilla angeboten, die nicht zum insolventen Unternehmensteil gehört. Geschäftsführer Thomas Sewerin habe dort jedoch die Mitarbeiter entlassen müssen, wie er mitteilte.

Städtebahn-Aus: Was bisher geschah

Am 25. Juli, einem Donnerstag, standen alle Triebwagen der Städtebahn Sachsen still. Die Nachricht traf viele Pendler überraschend, die Städtebahn hatte das plötzliche Aus vorher nicht angekündigt. 90 Städtebahn-Mitarbeiter standen vor verschlossenen Türen und Zügen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) organisierte einen Ersatzverkehr mit Bussen, der ab dem Nachmittag griff. Der VVO forderte die Städtebahn auf, unverzüglich den Verkehr wieder aufzunehmen.

Hintergründe der Betriebseinstellung werden bekannt: Die Städtebahn hatte sich mit dem Leihgeber der Dieseltriebwagen Alpha Trains derart verkracht, dass dieser die Leasingverträge gekündigt hatte. Die Städtebahn steht seither ohne Züge da.

Am 28. Juli, drei Tage nach Einstellung des Verkehrs, kündigt der VVO den eigentlich noch bis 2024 laufenden Verkehrsvertrag. Damit wird der Weg frei für eine Notvergabe der Verkehrsleistung an ein anderes Unternehmen. Es sei eine Frage von Wochen, nicht aber Monaten, bis wieder Züge fahren, heißt es vom VVO.

Am 29. Juli wird bekannt, dass die Städtebahn Sachsen insolvent ist. Insolvenzverwalter ist der Aschaffenburger Anwalt Stephan Laubereau. Er nimmt Gespräche mit allen Beteiligten auf mit dem Ziel, so bald wie möglich wieder Städtebahnzüge fahren zu lassen. Die Gesellschaft, in der die Städtebahn-Werkstatt bei Ottendorf-Okrilla verankert ist, gehört zwar nicht zum insolventen Betriebsteil, trotzdem werden die Mitarbeiter dort entlassen.

Von Uwe Hofmann

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