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Lokales Initiative „Wir lieben Elbe“ befreit die Elbwiesen vom Müll
Dresden Lokales Initiative „Wir lieben Elbe“ befreit die Elbwiesen vom Müll
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15:15 27.01.2019
Initiatorin Heike Brauer sammelt säckeweise Müll am Elbufer. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Initiative „Wir lieben Elbe“ ruft regelmäßig unter dem Motto „Sauber ist schöner“ zu Aufräum-Aktionen am Elbufer auf. Am Sonntagvormittag fand ihre dritte Aktion in diesem Jahr statt. Dabei wurden nicht nur Nachwehen von Silvester beseitigt. Für alle Helfer gab es heißen Kakao als Belohnung.

Zehn Personen waren an diesem grauen Sonntag dem Aufruf nachgekommen, gemeinsam das Elbufer vom Müll zu befreien. Denn abgesehen vom Radweg, tut sich hier von Seiten der Stadt recht wenig. Die Elbwiesen sind vermüllt - nicht nur von Silvester. Beim Aufräumen kam Abfall zu Tage, der wahrscheinlich bereits seit dem letzten Sommer dort schlummerte. Mitinitiator Ronny Geißler ärgert das. „Eigentlich ist das hier alles Schutzgebiet“, so Geißler. Doch die Stadt verschließt die Augen, da es sich hierbei um EU-Recht handelt, vermutet er. „Nicht nur meckern, sondern machen!“ ist sein Motto. Genau aus diesem Grund will die Initiative die anstehenden Stadtratswahlen dafür nutzen, eine Petition einzubringen und die Kandidaten für das leidige Thema zu sensibilisieren.

Bereits vor neun Jahren fing Initiatorin Heike Brauer damit an, das Elbufer in Pieschen vom Müll zu befreien - „eigentlich dem Hund zuliebe“, stellt sie nach. Brauer ist eigentlich Fotografin und macht gerade eine Ausbildung zur Erzieherin. Auf die Frage, ob sie schon mal etwas wertvolles gefunden habe, hatte sie viele Antworten. Vom 50-Euro-Schein über Portemonnaies, Handys bis hin zum Fahrzeugschein war schon alles dabei. Die Fundstücke wirft sie immer in den nächstgelegenen Briefkasten und überlässt der Post die Wiedervereinigung mit ihren Besitzern – eine clevere Idee.

Heike Brauer wäre dafür, Glascontainer am Elbufer aufzustellen. Das würde ihrer Meinung nach schon enorme Abhilfe schaffen. Doch laut Stadt sei das aus mehreren Gründen nicht möglich. Einige Müllstücke sammelt Brauer, um beispielsweise auf dem Stadtteilfest Sankt Pieschen auf das Thema aufmerksam zu machen – hier hat die Initiative immer einen Stand. Auch die Idee, den Müll künstlerisch weiterzuverarbeiten gab es schon. Eine ganze Kiste voller Plastikstäbchen von Ohrenstäbchen ist schon zusammengekommen. „Die Leute werfen die einfach in die Toilette und was in die Toilette geworfen wird, landet später in der Elbe“, so Brauer. Eine traurige Wahrheit, wo die Dresdner doch sonst so stolz auf ihren Fluss sind.

Die Passanten, die an der Elbe spazieren, Rad fahren oder joggen waren, zeigten sich dankbar. Die vergangenen Aktionen im Januar fanden 13 und 20 motivierte Helfer. Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft noch mehr Elbeliebhaber der Initiative anschließen.

Weitere Infos gibt es auf der Facebookseite von „Wir lieben Elbe“: https://www.facebook.com/wir.lieben.elbe/

Von Franziska Gleißner

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