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Lokales Initiative „Allianz für Dresden“ gegen geplanten Globus-Markt gegründet
Dresden Lokales Initiative „Allianz für Dresden“ gegen geplanten Globus-Markt gegründet
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20:42 09.09.2015
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Die Ansiedlung des Einzelhandelsunternehmens Globus soll gekippt werden.   

„Wollen wir wirklich, dass auf der Fläche ein riesiger Supermarkt in der Größe von zwölf Aldi-Märkten gebaut wird, anstelle von Wohnungen und kleinteiligen Gewerberäumen für Existenzgründer, Handwerksbetriebe und Kleinunternehmer, die in einer wachsenden Kulturstadt wie Dresden doch viel dringender gebraucht werden?“, fragt hingegen Uwe Sochor von der Allianz. „Ein stadtplanerisches Filetstück wie das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs darf nicht zu einer Parkplatz- und Großmarktwüste verkommen, sondern soll für eine kleinteilige Stadterweiterung verwendet werden, die an dieser Stelle dringend nötig ist“, sagt Sochor weiter.  

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Zur „Allianz für Dresden“ gehören derzeit der Unternehmerverein Dresden Pieschen, das Entwicklungsforum Dresden sowie der Gewerbe- und Kulturverein Äußere Neustadt. In den kommenden Wochen wollen die Mitstreiter vor allem informieren und über alternative Konzepte aufklären. Derzeit werde mit Stadtplanern und Architekten gesprochen, man nehme nach den ersten Presseberichten vom Wochenende viele Anrufe entgegen, erklärt Allianz-Sprecher Stephan Trutschler am Montag. Ende der Woche soll zudem eine Informations-Webseite mit Luftaufnahmen, Konzepten und Gutachten online gehen. „Auch das Gutachten von Globus selbst wird dabei sein“, verspricht Trutschler.  

Das Grundstück hat Globus bereits von der Deutschen Bahn erworben. Aufgrund dessen könnte bei einem Scheitern des Projekts die Stadt nicht für Schadenersatzforderungen herangezogen werden. Geplant ist ein SB-Warenhaus mit 8800 Quadratmeter Verkaufsfläche und 1000 Parkplätzen. Wegen der Brisanz des Themas hat der Bauausschuss die Entscheidung jüngst in den Stadtrat verwiesen. Das Globus-Projekt steht wahrscheinlich am 6. März auf der Tagesordnung. „Wir gehen aber davon aus, dass es sich nicht am 6. März entscheiden wird“, so Trutschler weiter.

fs

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