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Lokales Infineon Dresden startet Entwicklungszentrum
Dresden Lokales Infineon Dresden startet Entwicklungszentrum
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06:13 12.12.2018
Peter Schiefer Quelle: Infineon
Dresden

Infineon richtet momentan sein Entwicklungszentrum für Automobilelektronik und „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Dresden ein. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern am gestrigen Dienstag mit. Das Zentrum ist an die Chipfabriken in Dresden-Klotzsche angedockt.

Inzwischen hat das Unternehmen 30 Büroarbeitsplätze für die Ingenieure vorbereitet und installiert für sie derzeit ein Entwicklungslabor. Das erste Expertenteam soll ab Anfang 2019 neue Sensor- und Leistungselektronik-Produkte entwickeln. Später sollen auch KI-Projekte starten. „In den folgenden Monaten sollen weitere Mitarbeiter das Team verstärken“, kündigte Standort-Sprecher Christoph Schumacher an. Ab dem Frühjahr werde Infineon Raum für weitere 70 Arbeitsplätze schaffen. „Dafür sucht das Entwicklungszentrum Spezialisten für Chipdesign, Systemarchitektur, KI-Systeme und Softwareentwicklung“, informierte Schumacher.

Mittelfristig soll das Zentrum rund 250 Mitarbeiter beschäftigen, hieß es von Infineon Dresden. „Sie werden das Wachstum verschiedener Geschäftsbereiche in den kommenden Jahren unterstützen.“

„Sichere und umweltfreundliche Autos brauchen immer mehr Sensoren, Mikrocontroller und Leistungshalbleiter. Diese Produkte fertigen wir auch in Dresden. Hier treffen nun Entwicklung, Design und Fertigung aufeinander“, erläuterte Peter Schiefer, der bei Infineon die Automobilsparte verantwortet, warum der Konzern nun in der sächsischen Landeshauptstadt auch in die Produktentwicklung einsteigt. „So heben wir Synergien und können neue Produkte schneller entwickeln und auf den Markt bringen.“

Infineon beschäftigt in Dresden rund 2200 Mitarbeiter in drei Chipfabriken. Diese Werke stellen vor allem Spezialschaltkreise für den Automobilbau, Sicherheitstechnik und andere Anwendungen her. Eine der Fabriken ist auf Elektronik spezialisiert, die besonders hohe Spannungen und starke Ströme verträgt. Solche Chips werden etwa in Elektroautos, Solarkraftwerken, für E-Loks, aber auch für Ladegeräten in der Heimelektronik gebraucht. Bisher war Dresden primär ein Produktionsstandort, an dem auch Prozesstechnologien weiterentwickelt worden sind. Der Aufbau eines eigenen Entwicklungszentrums kann als Signal gedeutet werden, dass der Konzern am Standort Dresden auch langfristig festhalten will.

Infineon Dresden ist einer der größten und wichtigsten Standorte des Konzerns mit einer hochautomatisierten Produktion“, erläuterte Rutger Wijburg, der mit Raik Brettschneider die Dresdner Werke leitet. „Jetzt erweitern wir unsere Kompetenzen um die Entwicklung innovativer Produkte für wichtige Märkte.“ Dies sorge auch dafür, „dass der Standort Dresden weiter wächst“.

Von Heiko Weckbrodt

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