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Lokales In zwei Tagen ist der Fußgängertunnel am Goldenen Reiter bis zum Rand gefüllt
Dresden Lokales In zwei Tagen ist der Fußgängertunnel am Goldenen Reiter bis zum Rand gefüllt
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14:21 25.10.2016
Seit fast zwei Wochen wird eine dickflüssige Masse in den Tunnel am Goldenen Reiter gefüllt.  Quelle: Carola Fritzsche
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Dresden

 Eine rotbraune, zähflüssige Masse verschwindet blubbernd in einem Loch. Sieben Kubikmeter davon fließen aus einem Betonmisch-Lkw in den Fußgängertunnel am Goldenen Reiter, dann ist der rotierende „Bauch“ des Lasters leer. Rund 340 solche Lkw-Fuhren werden gebraucht, um den Tunnel zu verfüllen. Der erste Laster fuhr am 14. Oktober vor, der letzte wird übermorgen erwartet, sagt Winfried Bachmann, Chef der Bausparte bei der Firma Nestler, die die Stadt mit dem Tunnelrückbau beauftragt hat. „Wir liegen im Plan, zeitlich und finanziell“, ergänzt dazu Reinhard Koettnitz fest, der Leiter des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes. Das heißt, zum Beginn der Adventszeit soll nichts mehr an den Fußgängertunnel erinnern und die neue Querung von der Hauptstraße zur Augustusbrücke fertig sein.

Seit fast zwei Wochen wird eine dickflüssige Masse in den Tunnel am Goldenen Reiter gefüllt. In wenigen Tagen soll diese Arbeit erledigt sein.

Die Arbeiten laufen seit Juli und stehen kurz vor dem Abschluss. „Zuerst mussten die Beleuchtung, Kabel und Steinplatten ausgebaut werden“, erinnert Reinhard Koettnitz an den Start des umstrittenen Rückbaus. Parallel dazu wurden die Stadtreliefs auf neben dem Tunneleingang am Narrenhäusel-Biergarten mit Holz verkleidet, um sie vor Schäden zu schützen. Sind alle Arbeiten erledigt, sollen sie wieder ans Tageslicht geholt werden.

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Nachdem alle Vorarbeiten erledigt waren, wird jetzt eine Masse aus Zement, Wasser, zermahlenen Ziegeln und einer Chemikalie in den ehemaligen Tunnel geschüttet. Sie fließt so gut, dass sie alle Ritzen des unterirdischen Bauwerks erreicht, bevor sie aushärtet. Zu8m Schluss, wenn nur noch zehn Zentimeter bis zur Tunneldecke fehlen, wird die Masse mit großem Druck in die ehemaligen Fußgängerröhren gepresst. So erreichen die Bauleute, dass die aushärtende Füllmasse auch tragfähig wird und künftig tatsächlich keine Luft mehr im Tunnel ist. „Das ist ein spatenlöslicher Stoff“, sagt Koettnitz. Im Klartext: Es genügt ein Spaten, um ihn abzugraben – nur für den Fall, dass später einmal entschieden wird, die Röhren wieder freizulegen. Damit das zumindest dann vermieden werden kann, wenn neue Kabel verlegt werden müssen, haben die Bauleute mehrere leere Rohre in den Tunnel gelegt, bevor die Verfüllung gestartet wurde.

Der gesamte Tunnelrückbau kostet samt der neuen Querung 472 000 Euro. Den Löwenanteil davon, rund 454 000 Euro, zahlt die Stadt. Den Rest steuert die Drewag bei.

Von Christoph Springer

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