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16:55 18.02.2020
An und in dem denkmalgeschützten Gebäude in Striesen wird derzeit kräftig gearbeitet. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Zwei würfelförmige Neubauten, ein öffentlicher Spielplatz und 148 Wohnungen: Die USD-Immobilien-Gesellschaft hat in Dresden-Striesen viel vor. Verwirklicht werden soll das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen f6-Cigarettenfabrik, ge­­nauer auf dem Gelände zwischen Gottleubaer Straße, Schandauer Straße und Blasewitzer-Grunaer Landgraben.

Im Jahr 2017 verkaufte der US-Tabakriese Philip Morris – der die ostdeutsche Kultzigarettenmarke 1990 übernommen hatte – zwei Bestandsgebäude im Areal an einen privaten Investor. Nun hat das Immobilienunternehmen USD konkrete Pläne für das Gelände.

Architektonische Struktur bleibt erhalten

Zum einen handelt es sich um das denkmalgeschützte Gebäude an der Ecke der Gottleubaer und Glashütter Straße, zum anderen um den Bau an der Ecker Gottleubaer und Schandauer Straße (siehe Luftbild: blau hinterlegte Gebäude). In beiden entstehen laut USD-Sprecher Ulf Mehner Wohnungen. „Im Erdgeschoss planen wir zudem eine Ge­werbefläche.“ Ob diese in beiden Bestandsgebäuden integriert wird, ließ er offen. Die architektonische Struktur bleibe aber auf jeden Fall erhalten, somit auch die bekannte Gedenktafel an einem der Gebäude.

Ein Teil des f6-Geländes in Dresden-Striesen: Die zwei blau-hinterlegten Bestandsgebäude werden zu Wohnhäusern umfunktioniert, auf dem rot-hinterlegten Feld entstehen zwei Neubauten und der öffentliche Spielplatz. Quelle: montage

Außerdem erhält einer der Bauten einen Dachpavillon, „ei­ne Art Begegnungsort für Jung und Alt“, sagt der Architekt des Projektes, Matthias Barnitzki. In dem Brückenbau, der die beiden Bestandsgebäude über die Glashütter Straße miteinander verbindet, können Interessierte indes nicht wohnen: Dieser soll laut Projektleiter Jürgen Nufer „zu einem Abstellraum“ umfunktioniert werden.

Die zwei Neubauten entstehen neben dem Objekt an der Ecke der Gottleubaer und Schandauer Straße (siehe Luftbild: rot hinterlegte Fläche). In ihrer Architektur sollen sie sich in das Areal eingliedern. Des Weiteren sei geplant, unter den neuen Häusern eine Tiefgarage zu errichten. Einige der Gebäude bekommen im Übrigen auch begrünte Dächer.

Der öffentlich-zugängliche Spielplatz findet seinen Platz in Zukunft zwischen den beiden würfelförmigen Bauten – und soll rund 220 Quadratmeter groß werden. Über ei­nen geplanten Fußweg entlang des Blasewitzer-Grunaer Landgrabens – sprich von der Schandauer Straße hin zur Glashütter Straße – werden diesen auch andere Bewohner Striesens erreichen können.

Baubeginn auf kommendes Jahr angesetzt

„Der Spielplatz befindet sich zur Zeit noch in der Vorplanung“, sagt Kristin Eckhardt vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Im März werde es zu dieser Thematik eine Bürgerbeteiligung geben: Innerhalb dieser können Interessierte un­ter anderem über die zu installierenden Spielgeräte diskutieren. Die Ergebnisse sollen dem Stadtbezirksbeirat Blasewitz im Mai präsentiert werden. „Ende des Jahres wollen wir mit der Planung fertig sein“, sagt Eckhardt.

Der Baubeginn ist auf kommendes Jahr angesetzt. Ziel sei es, gemeinsam mit den Neubauten von USD fertig zu werden. Laut Daniel Woite, Mitarbeiter vom Stadtplanungsamt, bestünde in Striesen nachweislich ein Defizit an öffentlichen Spielplätzen.

„So entstand die Idee, einen solchen in das Areal einzubinden.“ Generell sei es dem Stadtplanungsamt wichtig gewesen, das Gebiet vielseitig nutzbar zu machen: „Im Kern also neben dem Wohnungsangebot auch weitere standorttypische Nutzungen – beispielsweise nicht störende gewerbliche Nutzungen oder Büros – zu etablieren und ein öffentliches Angebot zu schaffen.“

Auch den Blasewitzer-Grunaer Landgraben wollten die Mitarbeiter des Stadtplanungsamt stärker erlebbar machen: „Durch den nun geplanten öffentlichen Fußweg ist es uns gelungen, dass die Bewohner diesen künftig stärker als Naherholungsraum nutzen können“, sagt Woite.

Gebäude identitätsstiftend für den Stadtteil

Im Vorfeld des Projektes gab es verschiedene Ideen, das Gebäude der f6-Cigarettenfabrik an der Ecke der Gottleubaer und Schandauer Straße abzureißen. „Uns als Stadtplanungsamt war es jedoch wichtig, diese prägende Bausubstanz zu erhalten“, sagt Woite. Zwar sei das Gebäude nicht denkmalgeschützt, aber trotz allem identitätsstiftend für den Stadtteil. „Wir freuen uns, dass dies mit dem vorliegenden Vorhaben gelungen ist.“

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Von Felix Franke

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