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Lokales In Dresden lebende Chinesen nehmen Abschied von Yangjie Li
Dresden Lokales In Dresden lebende Chinesen nehmen Abschied von Yangjie Li
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10:01 12.06.2016
„Eine Tragödie wie die in Dessau darf nie wieder passieren!“, mahnt ein Banner.
„Eine Tragödie wie die in Dessau darf nie wieder passieren!“, mahnt ein Banner.  Quelle: fs
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Dresden

 Getragene klassische Musik und gesenkte Häupter auf der Prager Straße: Am Sonnabendnachmittag haben zahlreiche in Dresden lebende Chinesen von der in Dessau-Roßlau ermordeten Studentin Yangjie Li Abschied genommen.

Die meisten der Teilnehmer trugen als Zeichen der Anteilnahme eine weiße Schleife – Weiß gilt in Asien als die Farbe der Trauer. Gut einhundert Menschen hatten sich versammelt. Die Organisatoren hatten eine Chronik der bisherigen Vorfälle in Dessau aufgestellt. Blumen umrankten ein Schwarz-Weiß-Foto der getöteten Architekturstudentin. „Eine Tragödie wie die in Dessau darf nie wieder passieren!“, mahnt ein Banner.

Am Sonnabendnachmittag haben zahlreiche in Dresden lebende Chinesen von der in Dessau-Roßlau ermordeten Studentin Yangjie Li Abschied genommen.

Die Studentin war Ende Mai getötet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 20-Jährigen und dessen gleichaltriger Freundin gemeinschaftlichen Sexualmord vor. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Der Fall sorgt auch deshalb für Aufsehen, weil Stiefvater und Mutter des Beschuldigten bei der Polizei gearbeitet haben. Beide Beamte sind laut Innenministerium suspendiert. Sie sollen kurz nach der Trauerfeier mit einem Fest ein Gartenlokal eröffnet haben, während sie bei der Polizei krankgeschrieben waren. Zudem wird geprüft, ob sie Einfluss auf die Ermittlungen gegen den 20-Jährigen nahmen.

Von fs mit dpa