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Lokales Die Zahl der potenziellen Stammzellenspender hat sich verdoppelt
Dresden Lokales Die Zahl der potenziellen Stammzellenspender hat sich verdoppelt
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11:55 24.01.2019
Stammzellspenden können bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie zum Beispiel Leukämie die Heilungschancen verbessern. Quelle: DKMS
Dresden

„Stäbchen rein, Spender sein“: Immer mehr Dresdner folgen dem häufig an Haltestellen plakatierten Spruch der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und lassen sich registrieren. Aktuell sind rund 44.800 Dresdner grundsätzlich bereit, Stammzellen zu spenden, das sind rund 2900 mehr als im Vorjahr. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich die Zahl der registrierten Spender in der Landeshauptstadt damit sogar mehr als verdoppelt.

„Damit sind 8,1 Prozent der Bevölkerung Dresdens bei der DKMS als potentielle Stammzellenspender registriert“, teilt die DKMS mit. Das ist etwas mehr als der Bundesdurchschnitt von sieben Prozent.

Sachsen liegt an der Spitze

Auch im Vergleich zu Leipzig zeigen sich die Dresdner als engagiert im Kampf gegen Blutkrebs. Mit .32 600 registrierten Spendern sind dort rund 10.000 Menschen weniger in der DKMS-Kartei registriert. Zusammengerechnet sind im Freistaat über 217 300 Menschen bereit, ihre Stammzellen zu spenden. Damit liegt Sachsen an der Spitze der ostdeutschen Bundesländer.

Besonders gefragt als Spender sind junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren, denn sie sind die am häufigsten geforderten Spender. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die Überlebensrate von Stammzellen-Empfängern junger Spender am höchsten ist.

In Dresden veranstalteten im vergangenen Jahr zum Beispiel Schulen oder Unternehmen insgesamt zwölf Typisierungsaktionen. Früher wurde den Spender dafür Blut abgenommen, seit dem vergangenem Jahr wird nur noch der unkompliziertere Wangenschleimhautabstrich verwendet.

Spender und Empfänger dürfen sich kennenlernen

Mit einem Stäbchen nehmen die DKMS-Mitarbeiter einen Abstrich der Wangenschleimhaut von potenziellen Spendern. In speziellen Labors werden dann wichtige Merkmale der Probe analysiert und diese mit den Daten der möglichen Empfänger abgeglichen. Eines der weltweit größten dieser Art findet sich in Dresden.

Ist ein „Zwillingspaar“ gefunden, werden dem Spender Stammzellen entnommen. Dies geschieht in 80 Prozent der Fälle über die Blutbahn. Dazu muss der Spender zuvor ein Medikament einnehmen, das die Anzahl der Stammzellen im Blut steigen lässt. In einigen Fällen wird mittels einer Operation aus dem Beckenkamm Knochenmark entnommen. Nach zwei Jahren dürfen sich Spender und Empfänger, wenn gewünscht, persönlich kennenlernen,.

Wer sich ebenfalls registrieren lassen möchte, um damit möglicherweise Blutkrebspatienten und anderen lebensbedrohlich erkrankten Menschen das Leben zu retten, kann dies stets in der ständigen Einrichtung der DKMS in der Hämatologischen Ambulanz am Uniklinikum. Auch online unter dkms.de können sich Interessierte registrieren und bekommen dann ein entsprechendes Wattestäbchen-Set zugeschickt.

Von Tomke Giedigkeit

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