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Lokales Dresden: Reaktanz-Gebäude des Kraftwerks Mitte wird zum Medienkulturzentrum
Dresden Lokales Dresden: Reaktanz-Gebäude des Kraftwerks Mitte wird zum Medienkulturzentrum
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15:19 03.10.2019
Architektin Rita Graupe auf der Baustelle des Reaktanzhauses. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Karsten Fritz, Geschäftsführer des Medienkulturzentrums Dresden, steht in der ersten Etage und schaut in den Himmel. „Die Seiten sind 3,70 Meter hoch“, erläutert Architektin Rita Graupe vom Büro ADA-Architekten und zeigt auf einen Platz im Mittelteil der Baustelle: „Hier steht künftig Ihr Schreibtisch.“ „Ich sehe das heute zum ersten Mal und es ist beeindruckend“, erklärte Fritz, einer der Mieter im Reaktanz-Gebäude des Kraftwerks Mitte.

Bis zum Einzug wird es noch ein Jahr dauern, erklärt Frank Brinkmann, Geschäftsführer der Dresdner Stadtwerke GmbH (Drewag). Das städtische Versorgungsunternehmen baut gerade das Reaktanz-Gebäude zum Haus für Medienkultur aus. Im März 2020 soll Richtfest sein, im Herbst die Fertigstellung.

711 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen

Früher standen in den Räumen Aggregate – Reaktanz ist laut Brinkmann ein Verfahren, um die Auswirkungen von Kurzschlüssen im Stromnetz zu minimieren. Bald wird kreative Energie durch das Gebäude fließen – neben dem Medienkulturzentrum werden auch das Deutsche Institut für Animationsfilm und die Vereine Fantasia und Objektiv einziehen.

Am Dienstag unterzeichneten die Mieter Mietverträge mit einer Laufzeit von zehn Jahren. „Wir glauben, dass wir mit unseren Angeboten das Areal weiter kulturell beleben können“, erklärte Fritz. 711 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen soll das Reaktanzhaus beherbergen und gleichzeitig seinen Charme als früheres Industriegebäude behalten. „Wir kämpfen um jeden Stein“, erklärte die Architektin und lobte die Bauarbeiter: „Sie geben sich alle Mühe, die kleinteilig gemauerten Wände zu erhalten.“

Vorzeigeprojekt für die Umgestaltung einer Industriebrache

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) erinnerte an die Grundsatzentscheidung von Drewag und Stadtrat, das Gelände des 1994 geschlossenen Kraftwerks Mitte zu einem einmaligen Standort für Kultur zu entwickeln. „Dresden brauchte an dieser Stelle weder ein neues Hotel noch eine Einkaufsmeile, sondern eine kulturell-kreative Nutzung“, so Klepsch. Das Kraftwerk Mitte sei zum Vorzeigeprojekt für die Umgestaltung einer Industriebrache geworden. „Wir haben einen öffentlichen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen.“

Rundgang im Reaktanzhaus im Kraftwerk Mitte

Soundselektor Jarii Van Gohl hat das Reaktanzenhaus vor zwei Wochen mit einem Mikrofon gescannt und daraus einen elektronischen Sound entwickelt, den er zur Vertragsunterzeichnung aufführte – gewissermaßen als Vorgriff auf die vielen kreativen Angebote, die künftig in dem Gebäude unterbreitet werden.

Die nächste Vertragsunterzeichnung ist bereits in Sichtweite, der Verein Kolibri will in der Fabrikantenvilla ein interkulturelles Zentrum unterbringen. Die Kosten für die Sanierung des Reaktanzhauses bezifferte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit rund 3,5 Millionen Euro.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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