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Lokales Im April 2017 startet Ausbau eines weiteren Abschnittes der Wehlener Straße
Dresden Lokales Im April 2017 startet Ausbau eines weiteren Abschnittes der Wehlener Straße
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06:00 04.11.2016
Dieses Gleisdreieck wird durch eine Gleisschleife ersetzt.
Dieses Gleisdreieck wird durch eine Gleisschleife ersetzt. Quelle: Catrin Steinbach
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Dresden

Der ehemalige Straßenbahnhof Tolkewitz ist abgerissen. Auf dem Gelände zwischen Wehlener und Kipsdorfer Straße wird gegenwärtig an einem neuen Schulstandort für die 32. Oberschule und ein neu zu gründendes Gymnasium gebaut. Fertigstellung Februar 2018. Bis dahin soll auch der Ausbau der Wehlener Straße zwischen Anker- und Schlömilchstraße erfolgen. In diesem Zusammenhang sind die Tage des Sackgassengleises in der benachbarten Schlömilchstraße gezählt. Es ist Teil eines Gleisdreieckes, das die Dresdner Verkehrsbetriebe durch eine Gleisschleife ersetzen. Zudem entstehen auf der Wehlener Straße in Höhe des Schulstandortes zwei neue Haltestellen.

Start für das Projekt ist Mitte April 2017. „Vom 18. bis zum 24. April setzten wir in die Wehlener Straße nahe des ehemaligen Straßenbahnhofes eine Bauweiche ein“, erklärt Andreas Neukirch, Leiter der Abteilung Planung und Bau der Dresdner Verkehrsbetriebe. Dann startet der Bau der Gleisschleife. Parallel zu den Gleisbauarbeiten erfolgen die Neuverlegung aller Medien und die Sanierung des Straßenzuges in dem genannten Abschnitt durch die Stadt. „Am 28. November 2017 sollen die Bauleistungen auf der Wehlener Straße abgeschlossen sein. Der Kostenanteil für die Stadt beträgt 1134 000 Euro“, erfahren wir von Reinhard Koettnitz, dem Leiter des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes. Gegenwärtig erfolge die Ausschreibung dieses Bauvorhabens. „Ab 30. November 2017 wollen wir mit den Bahnen auf der neuen Strecke wieder fahren“, ergänzt Neukirch von den Verkehrsbetrieben.

Während der Bauarbeiten enden die Straßenbahnlinien „4“ und „6“ – aus Richtung Weinböhla/Radebeul bzw. Wölfnitz kommend – an der Ludwig-Hartmann-Straße. Die Bahnen der genannten Linien, die aus der Gegenrichtung – also aus Laubegast bzw. Niedersedlitz – kommen, fahren an das Baufeld heran bis zur Bauweiche, die von oben aussieht wie ein Ypsilon. Auf der Strecke werden Zweirichtungswagen eingesetzt. Sie haben Türen auf beiden Seiten. Zudem verfügen sie vorn und hinten über zwei vollwertige Führerstände, so dass die Bahn wieder zurückfahren kann, ohne eine Schleife fahren zu müssen.

Doch warum ist auf der Wehlener Straße in Höhe Schlömilchstraße überhaupt der dauerhafte Einbau einer Gleisschleife erforderlich? Schließlich enden hier weder die über die Wehlener nach Laubegast fahrende Straßenbahnlinie „4“, noch die „6“ nach Niedersedlitz.

„Diese Schleife hat mehrere Vorteile. Zum einen ermöglicht sie ein komfortables Wenden der Bahnen – zum Beispiel wenn es in Alttolkewitz eine Störung gibt“, erklärt Verkehrsbetriebe-Sprecher Falk Lösch. Zum anderen ermöglicht sie uns, die dort verkehrenden Linien bei Bedarf früh und nachmittags nach Schulschluss mit zusätzlichen Zügen zu verstärken und diese in Tolkewitz enden zu lassen.

Wann es mit dem weiteren Ausbau des Verkehrszuges Wehlener Straße – Alttolkewitz – Österreicher Straße weitergeht, dafür gibt es noch keinen Termin. Aber die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren sind kurz vor Einreichung bei der Landesdirektion Sachsen, heißt es aus dem Büro von Reinhard Koettnitz.

Von Catrin Steinbach

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