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Lokales Ideenwettbewerb für Königsufer startet
Dresden Lokales Ideenwettbewerb für Königsufer startet
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17:00 07.05.2018
Die blauen Flächen am Königsufer links und rechts der Augustusbrücke stehen zur Diskussion.
Die blauen Flächen am Königsufer links und rechts der Augustusbrücke stehen zur Diskussion. Quelle: Archiv/Marie Zoe Vanherpe
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Dresden

Es geht um das letzte große Filetstück der Stadt: Der städtebauliche und freiraumplanerische Ideenwettbewerb für das Areal Königsufer-Neustädter Markt ist gestartet. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Ab sofort können sich Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten für die Teilnahme registrieren. Der Wettbewerb wird nach den Regeln der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW) 2013 durchgeführt. Die Bedingungen, die Leistungsbeschreibung sowie die Unterlagen sind unter www.schubert-horst.de/verfahrensmanagement abrufbar. Abgabefrist in der ersten Phase ist der Dienstag, 17. Juli 2018.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) hat schon im vergangenen Jahr Vorschläge für die Bebauung des Königsufers in Dresden beidseits der Augustbrücke vorgestellt. Dabei geht es um die Gebäude rechts hinter dem Narrenhäusel und links zwischen Blockhaus und Hotel. Quelle: GHND e.V./Arte4D

„Für Bürgerinnen und Bürger hat der offene und zweiphasige Ideenwettbewerb schon vor der Auslobung begonnen“, erinnert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Sie konnten am 9. November 2017 in der Dreikönigskirche an einem Workshop teilnehmen. Die dort gewonnenen Anregungen seien mit in die Aufgabenstellung der Auslobung ein. Am 23. April hätten sich die Preisrichter, unter ihnen zwei ausgeloste Bürger, zu einer Vorbesprechung getroffen. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) hat sich bereits mit eigenen Vorschlägen für die Gestaltung in die Diskussion eingebracht.

Bürgerblick im September

Im September lädt der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften zum ersten „Bürgerblick“ ein: Alle eingereichten Arbeiten werden vor der Preisgerichtssitzung ausgestellt. Die Bürger können Kommentare oder Hinweise hinterlassen. Allerdings will die Stadt alle Besucher verpflichten, keine Fotos von den Arbeiten zu machen, da während des Wettbewerbsverfahrens die Anonymität der Einreicher gewahrt bleiben müsse. Die ein paar Tage später stattfindende Preisgerichtssitzung erhalte eine Zusammenfassung aller Hinweise. „Mit dem „Bürgerblick“ beschreiten wir einen neuen Weg. Wir laden Bürgerinnen und Bürger erstmals ein, sich direkt in das Wettbewerbsverfahren einzubringen, uns Hinweise zu geben, die das Preisgericht in seine Entscheidung einbezieht“, erläutert Schmidt-Lamontain das Verfahren.

Einzureichende Arbeiten

Die teilnehmenden Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten müssen in dieser ersten Phase des Wettbewerbs eine städtebauliche und freiraumplanerische Grundkonzeption einreichen. Das circa zehn Hektar umfassende Areal liegt im Herzen der Stadt und entsprechend hoch seien die Erwartungen an das Ergebnis. Aufgabe des Preisgerichtes ist es, aus diesen Arbeiten bis zu acht Entwürfe für die weitere Bearbeitung in der zweiten Phase auszuwählen. In der zweiten Phase werden vertiefte Aussagen zur Nutzungskonzeption der Gebäude und des Freiraumes, der Bebauungsstruktur sowie ein Freiraum- und Erschließungskonzept erwartet. Diese Arbeiten werden im Februar 2019 in einem zweiten „Bürgerblick“ ausgestellt.

Die Unterlagen für den Ideenwettbewerb sind abrufbar unter www.schubert-horst.de/verfahrensmanagement

Von DNN