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Lokales Hygiene-Museum macht gegen Rechtsextreme mobil
Dresden Lokales Hygiene-Museum macht gegen Rechtsextreme mobil
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15:33 20.08.2018
Das Hygiene-Museum in Dresden. Quelle: dpa
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Dresden

In Reaktion auf das an diesem Sonnabend geplante Treffen von Rechtsextremisten auf der Cockerwiese lädt das Deutsche Hygiene-Museum die Dresdner am gleichen Tag zu einem vielfältigen Programm rund um die aktuelle Sonderstellung „Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen“ ein. Dazu wird es unter anderem es freien Eintritt in die Schau geben, außerdem sind um 11, 14.30 und 16.30 Uhr kostenlose Führungen vorgesehen. Um 12 Uhr wird vor dem Museum die Banda Kommunale spielen, gegen 15.30 Uhr treten Breakdancer unter dem Motto „Tanzen statt Hetze“ auf.

Das Museum stehe für ein weltoffenes Dresden – eine Stadt für Ideen und Menschen aus aller Welt, heißt es auf der Internetseite der Einrichtung, deren Verantwortliche sich damit bewusst gegen die Veranstaltung der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) auf der nur wenige Hundert Meter entfernten Cockerwiese aussprechen. Unter dem Motto „Europa Nostra“ erwartet das völkische Bündnis eigenen Angaben nach dort am Sonnabend bis zu 600 Teilnehmer.

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Die aktuelle Sonderausstellung thematisiert den Rassismus als menschenfeindliche Ideologie und zugleich alltägliche Praxis, durch die viele Menschen mit Diskriminierung und Gewalt konfrontiert sind. Menschen würden aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Aussehens, ihrer Religion oder ihrer Sprache herabgewürdigt. Rassismus verletze allerdings nicht nur die Einzelnen, er widerspreche auch den idealen menschlicher Gleichheit und Freiheit, die der demokratischen Gesellschaft zugrunde liegen, so die Museumsleitung.

Bereits vor Bekanntwerden der Pläne der IB hatte das Museum für diesen Tag eine Demokratiekonferenz im Haus ge­plant. Dabei handelt es sich um eine ge­meinsame Veranstaltung mit der Stadt Dresden und dem Bündnis gegen Rassismus für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen. Auch diese Veranstaltung kann nach vorheriger Anmeldung kostenfrei besucht werden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Deutschen Hygiene-Museums.

www.dhmd.de

Von seko