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Lokales Hundebisse vor Gericht – Petra K. hat ihre Dobermänner nicht im Griff
Dresden Lokales Hundebisse vor Gericht – Petra K. hat ihre Dobermänner nicht im Griff
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08:20 19.07.2019
Der Richter verurteilte Petra K. zu einer Geldstrafe (Symbolbild). Quelle: dpa/Peter Steffen
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Dresden

„Wenn Sie wissen, dass Ihre Hunde gefährlich sind und beißen, müssen Sie dafür sorgen, dass anderen nichts passiert und die Tiere an die Leine nehmen. Aber obwohl die Tiere immer wieder Leute angegriffen haben, haben Sie nicht reagiert.“ Richter Rainer Gerards machte der Angeklagten deutlich klar, was er von ihrem Verhalten hält. Petra K. war wegen fahrlässiger Körperverletzung und Diebstahls angeklagt.

Fantasieadressen und erfundene Telefonnummern

Die 62-Jährige besitzt zwei Dobermänner, mit denen sie jahrelang in der Dresdner Heide Gassi ging – allerdings hatte sie die Tiere nicht im Griff. Ob Spaziergänger, Wanderer oder Radfahrer – „Pico“ und „Toppo“ fanden immer eine Wade oder einen Oberschenkel, in den sie sich verbeißen konnten. Trotzdem ließ die Angeklagte die Hunde frei und ohne Maulkorb laufen.

Selbst einem fünfjährigen Mädchen, dass mit seiner Mutter aus dem Waldkindergarten kam, biss einer der Dobermänner in den Po. Als sich die Mutter schützend über ihr Kind warf, wurde sie in den Rücken gebissen. Mit der Bemerkung „es sei ja nichts weiter passiert“ verließ Petra K. den Ort.

Das tat sie immer: Sie ging einfach weg oder nannte, wenn hartnäckig nachgefragt wurde, Fantasieadressen und erfundene Telefonnummern. Die Geschädigten hatten so keinen Ansprechpartner und wussten nicht, ob der Hund geimpft oder sogar krank war und waren entsprechend verängstigt. „Das ist völlig gefühllos. Eine solche Dreistigkeit hat das Gericht noch nicht erlebt, und wir erleben viel“, so Gerards.

Kein Wort der Reue oder Entschuldigung

Der Richter verurteilte Petra K. zu einer Geldstrafe von 230 Tagessätzen à 25 Euro. Zudem muss sie Schmerzensgeld an die Opfer zahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

Die 62-Jährige hatte die Vorwürfe halbherzig eingeräumt, sich aber sonst vornehm zurückgehalten und geschwiegen – kein Wort der Reue oder Entschuldigung. Beim Urteil zuckte sie doch. Hatte sie doch vorher ausgiebig erklärt, dass sie finanzielle Probleme habe. Vielleicht hat sie deshalb das Bio- Hundefutter gelegentlich auch mal gemaust.

Petra K. ist aus Dresden weggezogen. Die Hunde hat sie, wenn auch mit Auflagen, immer noch. Wegen der Auflagen zog sie sogar vor Gericht.

Von Monika Löffler

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