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Lokales Hund beißt Mädchen, Herrchen kassiert neun Monate
Dresden Lokales Hund beißt Mädchen, Herrchen kassiert neun Monate
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14:28 12.09.2019
Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit (Symbolbild). Quelle: picture-alliance/dpa
Dresden

Seit sieben Jahren besitzt Daniel W. einen etwa 60 Kilo schweren Mischlingshund. Zum Impfen hat er es mit ihm nie geschafft, aber mehrmals vor Gericht. Denn der 43-Jährige hat seinen Hund nicht im Griff, und der beißt schnell mal zu. Zweimal wurde Daniel W. schon verurteilt, weil das Tier Menschen attackierte.

Am 10. Februar dieses Jahres biss der Hund am Neustädter Bahnhof ohne Vorwarnung einem achtjährigen Mädchen in den Po. Das brachte ihm wegen fahrlässiger Körperverletzung erneut einen Platz auf der Anklagebank im Amtsgericht ein.

Betrunkene sollte auf Hund aufpassen

„Ich war gar nicht dabei“, erklärte der Angeklagte. „Ich habe den Hund einer Bekannten gegeben, die sollte auf ihn aufpassen, während ich einkaufen ging“, erzählte er. Allerdings war die Dame sturzbetrunken, was Daniel W., der selbst Alkoholiker ist, nicht mit bekommen haben will. Anderen war es aufgefallen. „Hinter dem Hund hing eine Frau an der Leine, die war so blau, dass man mit ihr nicht reden konnte“, erinnerte sich ein Polizeibeamter.

Daniel W. erging sich noch in anderen Ausreden. Er belog die Polizei über den Impfstatus des Hundes und erklärte vor Gericht, so etwas sei vorher nie vorgekommen – die anderen Urteile hatte er „verdrängt“. Zudem hätte sich das Mädchen, das mit seinen Eltern den Bahnhof verließ, regelrecht am Hund vorbei gedrängt. Stimmt nicht, da war viel Platz, das zeigen Bilder der Überwachungskamera.

Opfer hat nun panische Angst vor Hunden

Der Kleinen geht es zwar körperlich gut, die Wunde ist verheilt, aber sonst hat sie Probleme. „Sie hat jetzt eine panische Angst vor Hunden und krallt sich regelrecht an uns fest. Wir müssen dann die Straßenseite wechseln“, erklärte ihr Papa. Der Hunde wurde beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht. „Das ist gut so, so schlimm das für den Hund auch ist, der kann nichts dafür. Sie sind dafür verantwortlich. Sie wissen, dass der Hund gefährlich ist, also muss er einen Maulkorb tragen“, sagte Richter Markus Vogel.

Er verurteilte Daniel W. zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die beiden früheren Urteile flossen mit ein. Zudem wurde ihm jeglicher Kontakt zu Hunden untersagt.

Von Monika Löffler

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