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Lokales Hotel an der Dresdner Marienbrücke: Investor verhandelt mit Nachbar
Dresden Lokales Hotel an der Dresdner Marienbrücke: Investor verhandelt mit Nachbar
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11:00 09.11.2017
Auf einer 2400 Quadratmeter großen Fläche soll für rund zehn Millionen Euro ein Hotel mit 176 Zimmern entstehen.
Auf einer 2400 Quadratmeter großen Fläche soll für rund zehn Millionen Euro ein Hotel mit 176 Zimmern entstehen. Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

Neue Wendung im Fall des geplanten Hotelneubaus an der Marienbrücke: Der Kläger, ein Nachbar des Neubaus, und der Investor führen Verhandlungen über einen Vergleich. Das teilte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen auf Anfrage der DNN mit. Der Grundstücksnachbar war gegen die Baugenehmigung für das Hotel vorgegangen, weil er sich in seinen Rechten verletzt sieht. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte Ende Juni die Bauarbeiten per Beschluss in einem Eilverfahren gestoppt, weil die Baugenehmigung aller Wahrscheinlichkeit nach rechtswidrig sei. Dagegen war der Investor in Beschwerde vor das OVG gegangen.

Das Gericht in Bautzen hatte die Sach- und Rechtslage unter anderem im Oktober auf einem nichtöffentlichen Vorort-Termin an der Marienbrücke angesprochen und einen Vergleich angeregt. Auf einer 2400 Quadratmeter großen Fläche soll für rund zehn Millionen Euro ein Hotel mit 176 Zimmern entstehen. Die Eröffnung war für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant – dieser Termin ist wegen des Baustopps nicht zu halten. Das Vorhaben war wegen seiner Architektur in die Kritik geraten.

Bei dem Rechtsstreit geht es aber nicht um ästhetische Fragen, sondern darum, ob der Investor für das Hotel die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück einhält. Das Verwaltungsgericht stufte die betroffene Fläche rechtlich als Außenbereich ein, weil in dem Gebiet nur einzelne Gebäude ohne Bebauungszusammenhang zu finden seien. Für das Bauen im Außenbereich gelten strengere Auflagen als im Innenbereich.

Wann die Vergleichverhandlungen abgeschlossen sind, lässt sich noch nicht absehen. Die ersten Erdarbeiten hatten stattgefunden, ehe der Baustopp verhängt wurde. Mittlerweile ist das Grundstück von Unkraut überwuchert.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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