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Lokales Hörsaalbesetzung an der TU Dresden soll am Montag wie geplant starten
Dresden Lokales Hörsaalbesetzung an der TU Dresden soll am Montag wie geplant starten
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18:49 24.11.2019
Studenten sitzen auf der Treppe vor dem Hörsaalzentrum der TU Dresden. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Gruppe „hszfuersklima“ will wie geplant am Montag um 8.30 Uhr das Audimax des Hörsaalzentrums (HSZ) der Technischen Universität (TU) Dresden an der Bergstraße besetzen und eine Woche lang in ein Streikcafé umwandeln. Ein Angebot der Universitätsleitung, das Café in das Foyer des Potthoffbaus zu verlegen, wo es keine Lehrveranstaltungen stören würde, schlug die Gruppe aus.

„Wir möchten durch unsere Aktion die größtmögliche Aufmerksamkeit auf das Thema der sozialökologischen Krise lenken“, heißt es in einem offenen Brief an das TU Rektorat vom Wochenende. Ziviler Ungehorsam sei ein dafür geeignetes Mittel und das angebotene Foyer des Potthofbaus außerdem zu klein für das geplante Programm. Dort hätten laut TU etwa 300 Personen bequem Platz. Das Audimax fasst um die 900. Das Angebot der TU Dresden schloss aber auch die Nutzung der Wiese vor dem Gebäude am zentral gelegenen Fritz-Foerster-Platz ein.

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Wie viele Menschen hinter „hszfuersklima“ stehen, ist unbekannt. Es handele sich um eine basisdemokratische Gruppe, man gehe von einer breiten Unterstützung aus, hatte ein Vertreter am Freitag bei einem Pressegespräch gesagt. Ein eigens kreierter Twitteraccount hat in den letzten Tagen reichlich 90 Abonnenten eingesammelt.

Rektor appelliert an Gruppe

Wie der Prorektor für Bildung und Internationales der Universität, Hans Georg Krauthäuser vergangene Woche mitteilte, müssten bei einer einwöchigen Besetzung des Hörsaals 22 Lehrveranstaltungen ausfallen, darunter zahlreiche wichtige Vorlesungen für Erstsemester. Die Universität unterstütze das Anliegen der Klimaschützer grundsätzlich. „Aber um Aufmerksamkeit zu gewinnen, muss man keine Lehrveranstaltung stören“, so Krauthäuser.

Rektor Hans Müller-Steinhagen hatte sich am Wochenende erneut mit der Bitte an die Gruppe gewandt, das Angebot im Potthoffbau anzunehmen. Die Kommunikation gestaltet sich allerdings schwierig, weil sie nur über E-Mail verläuft. Über ihren Twitterkanal rief die Gruppe am Sonntagabend noch einmal zur Besetzung von Dresdens größtem Hörsaal auf. Dass „hszfuersklima“ noch einlenkt, ist möglich, aber unwahrscheinlich. Wie die Universität mit einer Hörsaalbesetzung umgehen werde, dazu wollte ein Sprecher am Sonntagabend noch keine Auskunft geben. Man hoffe nach wie vor auf eine Einigung zum Wohle des Lehrbetriebs.

Der Streik steht im Zusammenhang mit der Klimawoche, die am Freitag in einem weltweiten „Global Strike for Future“ gipfelt, zu dem die Bewegung Fridays for Future zum vierten Mal aufruft. Daher ist auch die geplante Besetzung von Dresdens größtem Hörsaal in jedem Fall am Sonnabend beendet, wenn dort Studenten eine Prüfung schreiben sollen. Die in dieser Woche geplanten Universitätswahlen und die Veranstaltung der Kinderuniversität sollen vom Streik ebenfalls nicht beeinträchtig werden, teilten die Streikinitiatoren bereits am Freitag mit.

Weiterlesen: TU-Studenten wollen Dresdens größten Hörsaal eine Woche lang bestreiken

Von Franziska Kästner und Uwe Hofmann

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