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Lokales Hochwasserauswertung verzögert Bau von Dresdner Hafencity und Marina Garden
Dresden Lokales Hochwasserauswertung verzögert Bau von Dresdner Hafencity und Marina Garden
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21:32 09.09.2015
So soll die Hafencity einmal aussehen. Wann der Bau beginnt, ist noch unklar Quelle: Visualisierung Woerner & Partner

Doch bis die Bagger am Elbeufer rollen, könnte noch viel Zeit vergehen.

Der Grund für die umfangreichen Verzögerungen: Die Ereignisse des Juni-Hochwassers müssen erst ausgewertet werden. „Wir warten noch auf das Signal der Stadt und hoffen, dass wir den Bauantrag noch vor Weihnachten einreichen können, um im März kommenden Jahres mit den Arbeiten beginnen zu können“, sagt Regine Töberich von Dresden Bau.

Auch das benachbarte Projekt Hafencity des Investors USD steckt fest. Die Planer müssen auf die Ergebnisse der Flut-Auswertung und der geplanten Bürgerbeteiligung warten.  "Wir und unser Architekturbüro sind grundsätzlich bereit, die Planungen für die Hafencity anzupassen", erklärt Ulf Mehner, Sprecher der Hafencity Dresden. "Vorab benötigen wir jedoch ein Signal der Behörden, wie mit der aktuellen Sachlage umzugehen ist. Wir als Investor müssen wissen, womit wir es zu tun haben", sagt Mehner weiter. "Zurzeit sind jedoch die Ämter in der Pflicht. Wir müssen die Ergebnisse abwarten."

Derzeit läuft im Bund, aber auch auf Landes- und Stadtebene eine umfangreiche Auswertung des vergangenen Elbe-Hochwassers. Wie die Stadt Dresden mitteilt, werden diese Prüfungen absolut unabhängig von Bauvorhaben durchgeführt. Konkret werden anhand von Fotos die bisherigen Modellberechnungen überprüft, um die Höhe des Wasserspiegels bei künftigen Hochwasserereignissen voraussagen zu können. „Basis für die Prüfung und Beurteilung der Bauanträge sind die fachlichen Grundlagen, die es nunmehr nach Ablauf des

Elbe-Hochwasser zu überprüfen gilt“, teilt die Pressestelle der Stadt Dresden mit. Wann die fachlichen Grundlagen vorliegen, könne noch nicht gesagt werden.

Wenn es soweit ist, wird das Bauamt Auflagen für den Bau und insbesondere für den Hochwasserschutz formulieren, die die Bauherren einhalten müssen. Die Planer der Marina Garden Anlage setzen zum Beispiel auf Tiefgaragen, die im Flutfall überschwemmt werden. Sind die Bauanträge eingereicht, dauert es Erfahrungsgemäß noch einmal zwei bis drei Monate bis die Stadt eine Genehmigung ausstellt. Damit ist es fraglich, dass noch vor nächstem Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Ein weiteres Hindernis sind die Mitglieder der Freiraum-Elbtal-Initiative, die auf dem Baugrundstück des Marina Garden Gelände kulturelle Arbeit leisten und wohnen. Die Zwischenmieter weigern sich seit Monaten, das Gebiet zu verlassen und haben von Dresdenbau eine Räumungsaufforderung bekommen. „Wir sind der Meinung, dass die Mitglieder der ansässigen Initiative unter einem kulturellen Denkmantel nur billigen Wohnraum gesucht haben. Es ist gut, dass dieses zentrumsnahe Grundstück nun einem sinnvollen Zweck zugeführt wird“, begründet Regine Töberich von Dresden Bau die Räumungsaufforderung. Doch auch wenn Dresden Bau die ungeliebten Bewohner ihres Baugrundstückes langfristig los wird, die Arbeiten dürfen noch nicht beginnen.

Hauke Heuer

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