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Lokales Hochbau beendet – Dresden feiert Richtfest des Kraftwerks Mitte
Dresden Lokales Hochbau beendet – Dresden feiert Richtfest des Kraftwerks Mitte
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19:46 09.09.2015
Bauarbeiter, Projektverantwortliche und Kulturschafffende feierten Richtfest im Kraftwerk Mitte. Quelle: Tanja Tröger

Polier Matthias Helbig brachte den traditionellen Richtspruch aus und ließ ein Sektglas an einer neu errichteten Wand zersplittern. Anschließend wurde der Richtkranz in rund 30 Meter Höhe gezogen und kündet nun über den drei Bühnentürmen vom fast fertigen Rohbau.

Axel Walther, Geschäftsführer des Bauherrn Kommunale Immobilien Dresden (KID), schätzte es als „ebenso großartig wie erstaunlich“ ein, „dass wir heute hier stehen“. Er dankte nicht nur den Planern und Ingenieuren, sondern vor allem den Arbeitern, die den dreimonatigen Bauverzug fast wieder aufgeholt haben. „Züblin hat beim Rohbau richtig gut vorgelegt. Wenn die Subunternehmer beim Innenausbau voll mitziehen, schaffen wir den einen Monat auch noch.“

Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP, ruhend) lobte das Bemühen um Problemlösungen für „Dresdens neue Mitte“: „Bei diesem Projekt ging es nie darum, was nicht geht, sondern was machbar ist.“ Die neuen Theaterspielstätten würden den Grundstein dafür legen, dass aus dem einstigen Industrie-Areal ein lebendiger Kulturstandort entsteht.

Freche Puppe stiehlt Neubau und Promis die Schau

Wie eine solche pulsierende Kreativität aussehen kann, demonstrierte der Star des Tages: Mit einem rauchigen „Jungs, das war sowas von erfrischend!“ verwandelte „TJ“ selbst das drögste Grußwort nachträglich in einen Knüller. Der Puppen-Opa darf das, schließlich ist er ein alter Herr und langjähriges TJG-Ensemblemitglied. Und weil Theaterleute genau wissen, wie man böse Geister vertreibt und gute beschwört (Stichwort Über-die-Schulter-spucken vor der Premiere), führte TJ diverse Beschwörungs-Rituale vor, für die Kollege Christoph Levermann seinen Kopf hinhalten musste: „Chrischi, Du spielst jetzt mal die Wand, an der die Sektflasche zerschellt! Der hat vier Jahre studiert, der kann das“, schnodderte Puppenspielerin Anna Menzel mit Whisky-und-Zigaretten-Stimme drauflos und machte Lust auf den ersten Theaterbesuch in der Innenstadt.

Das soll ab Dezember 2016 möglich sein. Doch bis dahin ist viel zu tun: Noch fehlen die Dächer, die Haus- und Bühnentechnik und die meisten Fenster. Auch von der Stahl-Fassade, die künftig den Sockel des Neubaus umschließen wird, ist bislang nur eine Probe an der Ehrlichstraße zu sehen. Zur Zeit arbeiten etwa 140 Handwerker im Zwei-Schicht-System auf der Baustelle.

ttr

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