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Lokales Hitzige Debatte um Schwimmbad in Klotzsche
Dresden Lokales Hitzige Debatte um Schwimmbad in Klotzsche
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10:00 09.03.2018
Ein passendes Grundstück für einen Schwimmbadneubau im Norden ist noch nicht gefunden. Quelle: dpa
Dresden

Es war eine hitzige und emotionale Debatte, die da am Mittwochabend im Klotzscher Dormero Hotel über die Situation des Schwimmens in Dresdner Norden geführt wurde. Die CDU im Norden hatte zur Diskussion mit dem Sportbürgermeister Dr. Peter Lames und dem Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH Matthias Waurick eingeladen. Über 100 Menschen waren der Einladung gefolgt. Auch weil es um die Situation ihres Schwimmbades in Klotzsche ging.

Wo soll das neue Bad stehen?

Marode und etwas herunter gekommen ist das gute Schmuckstück am Flugzeugwerftgelände. 1936 wurde das Bad zur Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Berlin gebaut. Seitdem wurde es immer wieder erneuert und notdürftig saniert. Dies soll auch für die nächsten zehn Jahre so geschehen. So hatten es die Grünen Anfang der Woche gefordert und sich perspektivisch aber für einen Neubau ausgesprochen. Aber wo soll dieser entstehen? Diese Frage brennt vielen Norddresdnern auf der Zunge.

Ein passendes Grundstück für einen Schwimmbadneubau im Norden ist noch nicht gefunden. Viele Klotzscher halten dieses Argument aber für vorgeschoben. Es gebe genug Flächen, die aber oft für die Industrie frei gehalten werden, hieß es in der Diskussion. Sportbürgermeister Dr. Peter Lames (SPD) betonte indessen, dass eine Schwimmhalle im Norden auf der Prioritätenliste mit ganz oben steht. Doch der Dresdner Norden ist groß. So kann ein Schwimmbad an der Stauffenbergallee entstehen oder eben direkt in den nördlichen Stadtteilen. Das mache einen Unterschied, fanden viele Teilnehmer der Debatte.

Den Unmut der Bürger konnte Lames verstehen: „Ich habe Verständnis für die Klotzscher, wenn sie ein Schwimmbad haben, dass sie auch eins behalten wollen.“ Erklärungen, wann ein neues Bad gebaut werden kann, gab es stattdessen keine. Es wurde nur gesagt, wenn man ein Grundstück gefunden hat, braucht es insgesamt vier Jahre Planungs- und Bauzeit.

Ohne Halle hätten die Turner ein Riesenproblem

Mit einer Schwimmhalle im Dresdner Norden wäre laut Waurick dann die notwendige überdachte Wasserfläche in Dresden vorhanden. „Derzeit haben wir 4900 Quadratmeter Wasserfläche. Da ist die Halle an der Freiberger Straße schon mit drin. Wir benötigen insgesamt 6000 Quadratmeter. Fehlen uns als noch 1100. Mit dem Neubau in Prohlis bekommen wir 350 dazu und bei einem Neubau im Norden 750 Quadratmeter. Damit wären wir im Soll. Alles was danach kommt, werden wir sehen“, sagte der Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH.

Ein weiteres Problem: Im Gebäudekomplex des Klotzscher Schwimmbads ist auch eine Turnhalle mit spezieller Ausrüstung. Wo diese neu entstehen soll, ist ebenfalls noch offen. Fakt ist, dass es in Dresden von dieser speziellen Turnhalle mit fest verankerten Geräten nur noch eine zweite an der Magdeburger Straße gibt. Ein Wegfall der Halle würde die Dresdner Turner vor erhebliche Probleme stellen. Lames stellte deswegen klar: „Wir werden diese Problematik bei einem neuen Turnhallenbau mitberücksichtigen. Man befinde sich dabei in Prüfungen.“

Von Timotheus Eimert

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