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Lokales Gebet und Mahnwache gegen Atomwaffen in Dresden
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Hiroshima-Jahrestag in Dresden: Gebet und Mahnwache gegen Atomwaffen

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19:20 31.07.2020
Die zerstörte japanische Stadt Hiroshima im September 1945 nach dem Abwurf der Atombombe "Little Boy" am 06.08.1945. Im Hintergrund die Ruine des Handelskammergebäudes im Zentrum der Explosion. Quelle: epd
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Dresden

Mit einem Friedensgebet wollen Christen verschiedener Konfessionen am Montag, 3. August, 17 Uhr, in der evangelischen Kreuzkirche in Dresden an den Atombombenabwurf über Hiroshima vor 75 Jahren erinnern. Eine Mahnwache für eine atomwaffenfreie Welt soll am 6. August vor der Kreuzkirche beginnen, wie Annelie Möller mitteilte, Friedensreferentin im Ökumenischen Informationszentrum Dresden (ÖIZ).

Die atomare Bedrohung nimmt zu

Es ist der Tag, an dem 1945 ein US-amerikanisches Flugzeug zum ersten Mal in der Geschichte eine Atombombe abwarf, die rund 90 Prozent der Stadt zerstörte. 70.000 Menschen starben sofort, 140.000 bis Ende 1945. An der Verstrahlung leiden Menschen bis heute.

Bis zum 9. August laden die AG Frieden und das ÖIZ mit Unterstützung von „Fridays for Future“ täglich von 9 bis 21 Uhr dazu ein, sich über die Situation heute zu informieren. Die Bundesregierung plane, 45 US-amerikanische Kampfjets zu kaufen, die in Deutschland stationierte Atombomben tragen, so Annelie Möller. Weltweit bedrohten mehr als 13.000 Nuklearwaffen die Menschheit. Die Atommächte planten, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren.

Vor der Kreuzkirche wollen die Organisatoren beispielsweise Bilder mit Straßenkreide zeichnen, das Modell einer Atombombe zeigen, mit Passanten über das Thema „Sicherheit“ ins Gespräch kommen und mit Argumenten der angeblichen Notwendigkeit von Kernwaffen widersprechen.

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Von gä