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Lokales Hightech-Augen aus Dresden für die Flugtaxis von morgen
Dresden Lokales Hightech-Augen aus Dresden für die Flugtaxis von morgen
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08:03 26.09.2019
Gemeinsam entwickeln die Projektpartner bis Ende 2021 verschiedene, besonders energieeffiziente Komponenten, die die Umgebungsdaten von Fahrzeugen und Flugzeugen erfassen und verarbeiten können. Quelle: Bosch
Stuttgart/Dresden

Auf besonders energiesparende künstliche Augen und Nerven für autonom fahrende Autos und für Flugtaxis zielt das internationale Entwicklungs-Verbundprojekt „Ocean12*“, das nun gestartet ist.

27 europäische Projektpartner wollen dabei neuartige Kamera-, Laser- und Radarsensoren sowie dazu passende Steuerelektronik konstruieren, die 90 Prozent weniger Strom verbrauchen als heutige Systeme dieser Art. Das hat Konsortialführer Bosch am Mittwoch in Stuttgart mitgeteilt.

Schlüsselkomponenten für autonomes Fahren

Das Projekt ist mit 103,58 Millionen Euro dotiert. Die knappe Hälfte davon steuern der Bund und das Land Sachsen bei. Maßgeblich daran beteiligt sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Freistaat.

Dreh- und Angelpunkt von „Ocean12* ist die Chiptechnologie „FDX“ von Globalfoundries (GF) Dresden, die schnelle Elektronik mit besonders niedrigem Stromverbrauch möglich macht. Das heißt auch: Womöglich werden bald zahlreiche elektronische Schlüsselkomponenten für autonome Elektroautos und Flugtaxis massenhaft in Dresden produziert.

Für Globalfoundries wäre dies ein wichtiger Erfolg, da das Unternehmen seit der Umrüstung der Dresdner Fabrik auf die „FD-SOI“-Technologie (bei GF auch „FDX“ genannt) vor vier Jahren zeitweise schon fast verzweifelt um Kunden für diese Technologie gesucht hatte. Zwischenzeitlich musste das Werk sogar wegen mangelhafter Auslastung in Kurzarbeit gehenwobei sich die Auftragslage in jüngster Zeit bereits wieder verbessert hat. Nun werden damit unter anderem auch gehirnähnliche Neurocomputer gebaut.

Bis zu 90 Prozent weniger Verbrauch

Mit an Bord bei „Ocean12*“ sind auch die TU Dresden und das Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS aus Dresden, die sich um Forschung und Ausbildung kümmern sollen. Weitere nationale und internationale Partner sind Audi, Airbus, die Bundeswehr-Uni München und viele andere. Der ausführliche Projektname lautet „Opportunity to Carry European Autonomous driviNg further with FDSOI technology up to 12nm node” (= Ocean12*).

Neben den Umfeld-Sensoren für Lidar (Laserortung), Radar und optische Erkennung wollen die Projektpartner auch Mikroprozessoren entwickeln, die die vom Auto, Flugtaxi oder Flugzeug gesammelten Sensordaten gleich in Steuerbefehle für Bremsen, Steuerung und Antrieb übersetzen. Dabei planen die Ingenieure, Sensoren wie auch Auswertelektronik auf jeweils einem SoC (System on Chip) integrieren.

„Ziel des Projektes ist, dass neue Sensorsysteme für zukünftige Mobilitätskonzepte bis zu 90 Prozent weniger verbrauchen als heutige Systeme“, betonte Projektkoordinator Tilman Glökler von Bosch. „Für das automatisierte Fahren und Fliegen sind energiesparende Sensorsysteme unabdingbar. Mit Ocean12 kommen wir diesem Ziel mit unserer Kompetenz im Bereich der Mikroelektronik schrittweise näher.“

Von Heiko Weckbrodt

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