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Lokales Heftige Kritik an der „Rolle rückwärts“ beim Zelleschen Weg
Dresden Lokales Heftige Kritik an der „Rolle rückwärts“ beim Zelleschen Weg
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17:41 07.02.2019
Der Zellesche Weg soll Straßenbahngleise und Radwege erhalten, fordert Rot-Grün-Rot. Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Dresden

CDU und FDP im Stadtrat wollen den Beschluss der damaligen rot-grün-roten Mehrheit (RGR) zum Zelleschen Weg aus dem Jahr 2016 kippen. Auf dem Zelleschen Weg sollen Straßenbahngleise verlegt werden. Gleichzeitig will RGR aus einer vierspurigen Fahrbahn zwei überbreite Fahrspuren machen. Pro Fahrbahnseite soll ein Meter zugunsten von Radstreifen und Fußwegen weggenommen werden.

Tilo Wirtz, Bauexperte der Fraktion Die Linke, kritisierte die Pläne von CDU und FDP. Der Zellesche Weg habe nicht die Bedeutung wie die Dohnaer Straße. Deshalb reiche eine überbreite Fahrspur völlig aus. „Unnötige Fahrspuren nützen niemandem, nicht mal den umbuhlten Autofahrern, müssen aber von allen bezahlt werden und kosten in der Stadt knappe Grundstücksflächen.“

Johannes Lichdi, verkehrspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, sieht eine neue, „rechts-völkische Mehrheit“ im Stadtrat, die es sich zum Ziel gesetzt habe, die „rationale Mobilitätspolitik“ der letzten Jahre, die alle Verkehrsteilnehmer berücksichtige, vollständig abzuwickeln. Die 2016 beschlossene Variante mit je einer überbreiten Fahrspur für jede Richtung könne den prognostizierten Verkehr problemlos und staufrei abwickeln. Die „mobilitätspolitische Rolle rückwärts“ bringe Autofahrer keine Sekunde schneller voran, koste den Steuerzahler aber mindestens 700 000 Euro mehr – Stand 2015.

Hendrik Stalmann-Fischer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, wies darauf hin, dass der Beschluss dem externen Gutachten im Auftrag der Verwaltung entsprochen habe. „Völlig unstrittig ist, dass der Zellesche Weg eine wichtige Straßenverbindung in Dresden ist. Deswegen können mit der überbreiten Spur auch weiterhin zwei Autos nebeneinander fahren.“

CDU und FDP fordern auch, die Lenkungsgruppe für das Projekt Stadtbahn 2020 aufzulösen und die Verantwortung für das Vorhaben dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau zu übertragen. Die Lenkungsgruppe habe vergangene Woche das erste Mal getagt und bereits Themen für die nächste Sitzung festgelegt, so Stalmann-Fischer. „Es ist wichtig, ein Forum zu haben, bei dem alle Ebenen am Tisch sitzen und aktuelle Schwierigkeiten ungefiltert offenlegen können. In der ohnehin übervollen Tagesordnung des Ausschusses haben wir hierfür oftmals keine Zeit.“

Lichdi verweist auf die sehr guten Erfahrungen, die er bei der Königsbrücker Straße mit Lenkungsgruppen gemacht habe. „Wir konnten schnell fachlich sinnvolle und zwischen Verwaltung, Politik und Verkehrsbetrieben gut abgestimmte Lösungen finden.“ CDU und FDP gehe es nicht um eine fachliche Debatte, sondern darum, dem Öffentlichen Personennahverkehr Knüppel zwischen die Beine zu werfen, so Lichdi.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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